Germanitas Othala
๐•ณ๐–Š๐–—๐–‡๐–˜๐–™ ๐•ฟ๐–†๐–Œ- ๐–š๐–“๐–‰ ๐•น๐–†๐–ˆ๐–๐–™๐–Œ๐–‘๐–Š๐–Ž๐–ˆ๐–๐–Š ๐–Ž๐–“ ๐–‰๐–Š๐–— ๐–Œ๐–Š๐–—๐–’๐–†๐–“๐–Ž๐–˜๐–ˆ๐–๐–Š๐–“ ๐•ธ๐–ž๐–™๐–๐–”๐–‘๐–”๐–Œ๐–Ž๐–Š


Unsere Ahnen, – lange bevor es gefรผllte Supermarktregale gab und man zu jeder Jahreszeit, den ohnehin schon dicken Bauch, weiterhin mit allen Nahrungsmitteln der Welt, prall befรผllen konnte – feierten um den 23. September herum (Herbstbeginn), die sogenannte Herbst Tag – und Nachtgleiche.




Der Erntemonat September war frรผher von groรŸer Bedeutung. Alles, was jetzt fรผr den Winter geerntet und haltbar gemacht werden konnte, war Garant fรผr ein sicheres รœberleben in der kalten Jahreszeit.
Es gab sehr viel zu tun und je besser die Wettergรถtter gelaunt waren, desto sicherer war eine reichhaltige Ernte. Verantwortlich dafรผr war die Erdgรถttin Jรถrd, weshalb ihretwegen Opfer gebracht wurden und Dankesfeiern stattfanden.


Diese Erntedankfeste begannen zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche und dauerten bis zum darauf folgenden Vollmond. Der Erdgรถttin wurden die besten Frรผchte und Nรผsse geopfert, damit sie auch im kommenden Jahr fรผr eine gute Ernte sorgen wรผrde.ย Je nach Region sind auch heute noch Wein-, Zwiebel- und Kartoffelfeste und Kirchweihfeste beliebt. Die Hopfenernte und die Tatsache, dass es frรผher keine kรผhlen Lagermรถglichkeiten im Sommer fรผr das Bier gab, war Ursprung fรผr das bekannte Oktoberfest.

In der germanischen Mythologie schlossen sich zu diesem Fest die Gรถtter Tรฝr (Sonne) und Thor/Donar (Gewitter) zusammen, um dem Winterriesen Hymir das, fรผr das Wachstum notwendige Wasser zu entlocken, wรคhrend der Herrschaft von Loki. (der hier die hochsommerliche Hitze bedeutet) Denn erst die mythischen Verbindungen zwischen Gรถttern und Gรถttinnen ermรถglichen das Wachstum der Pflanzen!

Die Brรคuche des Herbstes waren maรŸgeblich geprรคgt von Ehrung, Dank und Segen der Ernte. Das Ende einer arbeitsreichen Zeit wurde gefeiert, die den Menschen das รœberleben der nรคchsten Monate gesichert hat.
Eine Umdeutung durch die Kirche hat hier nicht stattgefunden, was auch nicht nรถtig war. Denn es war kein sexuell motiviertes Fest und es gab auch keinen Bezug zu den Ahnen. Allerdings haben sich die Strukturen in unserem Leben geรคndert. Zu jeder Zeit gefรผllte Supermarktregale und der Zugriff auf Nahrungsmittel aus aller Welt erschweren die gedankliche Rรผckkopplung, dass all dies von Mutter Natur bzw. Mutter Erde kommt. โ€žErnte-Dankโ€œ zu empfinden oder gar zu feiern, scheint รผberflรผssig zu sein oder verkommt zu Festivitรคten, in denen lediglich das รผppige Essen und Trinken im Mittelpunkt stehen, jedoch kein Empfinden von Dank damit einhergeht.

Wir besinnen uns also auf alte Zeiten, wรผrdigen die Nahrungsquellen, die uns Mutter Natur, zu geben bereit ist und ehren somit nicht nur Natur und Brauch, sondern auch die Gรถtter, die uns den Winter somit รผberstehen lieรŸen.

Entdecke mehr von Germanitas Othala

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen