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Black Metal – Lebensstil oder Weltanschauung?

Black Metal ist wohl die meist diskutierteste Spielart, die man in der Metalszene antrifft.
Als BegrΓΌnder dieser Stilart ist wohl die britische Band Venom mit ihrem namensgebendem Album „Black Metal“ anzusehen.
Venom ist eigentlich eher dem Thrash-Metal zuzuordnen, doch machten die Briten, das durchgΓ€ngige Vertonen satanistischer Inhalte zu ihrem Markenzeichen. Zwar kokettierten auch schon Heavy Metal Bands wie Black Sabbath oder Iron Maiden mit Anleihen aus dem Satanischen, doch nie in der Vehemenz wie es Venom spΓ€ter taten.
Ob diese „erste“ Black Metal Band dieses lediglich aus verkaufsfΓΆrdernden GrΓΌnden tat, wird wohl ewig ein beliebter Diskussionspunkt bleiben, worauf wir hier aber nicht weiter eingehen wollen.

Venom
Venom

Bedeutend wichtiger für die PrÀgung der Szene, in ihrer heutigen Bedeutung, war die Welle junger skandinavischer Bands wie Burzum, Mayhem, Darkthrone, Immortal, Impaled Nazerene spÀter Gorgoroth und Satyricon, so wie vieler anderer heutiger Szenegrâßen.
Die Band Bathory ist ebenfalls besonders zu benennen, da diese als eine der Vorreiter heidnischer Thematiken im Black Metal bzw. dem spΓ€ter daraus entstammenden Pagan/Vikingmetal gilt.
Ein wichtiger Mittelpunkt dieser wΓΌtenden jungen Bewegung, war sicher das Helvete in Oslo, ein Plattenladen des polarisierenden MayhemgrΓΌndungsmitglieds Øystein β€žEuronymousβ€œ Aarseth.
Der harte Kern der sich dort zusammenfand, sich selbst als „Inner Circle“ oder auch β€žSvarte Sirkelβ€œ bzw. β€žBlack Circleβ€œ verstand, war bereit sΓ€mtliche gesellschaftlichen Regeln und ZwΓ€nge ΓΌber Bord zu werfen, mit allen Konventionen ihrer christlich geprΓ€gten Umwelt zu brechen und dies auch durch Taten zu bezeugen.
Diese anfΓ€nglichen Rebellen begannen zu verstehen, dass ihre Ablehnung, der sie umgebenden Normen, auf einem uralten Freiheitsbestreben beruhte, dem Ruf ihrer Ahnen, der tief in Blut und Seele verwurzelt lag. Kirchen brannten und so manches KrebsgeschwΓΌr, auch in den eigenen Reihen wurde herausgeschnitten.

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Abgebrannte „Fantoft-Stabkirche“ als Albumcover von Burzum

Die Inhalte der Musik wurden teilweise verΓ€ndert. Zwar behielten einige Bands Symboliken und Texte aus dem antichristlichen und satanischen bei, viele sahen allerdings auch den Dualismus zwischen Gott und dem Teufel, wie von der Kirche propagiert, als generelles Machtwerk eines artfremden Glaubens und wendeten sich ihrer Urreligion dem Odinismus, Heidentum zu und verarbeiteten dies in ihrer Musik.
Aber auch der von vielen Protagonisten der Szene praktizierte Satanismus verΓ€nderte sich und wurde zum Teil aus dem judΓ€o-christlichen Kontext herausgelΓΆst und als Triebkraft eines „Wieder-selbst-werdens“ genutzt, sprich paganisiert.
Wenn man auf der BΓΌhne nun eine schwarze Messe zelebrierte, war dies nicht wirklich eine Umkehrung christlicher Riten, sondern ein Bestreben eigene Rituale zu schaffen und an alte IdentitΓ€ten anzuknΓΌpfen.
Schauen wir uns die heutige Black Metal Szene an, fairer Weise auch die Paganszene, denn beide waren Anfangs, noch nicht so klar von einander getrennt, wie es heutzutage der Fall ist.
Die Bands aus der ehemaligen UdSSR sowie die deutsche Szene haben den Skandinaviern an QualitΓ€t und Masse der Neuerscheinungen bzw. NeugrΓΌndungen, lΓ€ngst den Rang abgelaufen.

Es gibt einen unΓΌberschaubaren Wust an Subgenres, es teilt sich die Gunst des Publikums in Kommerz und Undergroundbands, Klassiker und Bands ΓΌber die man in der Γ–ffentlichkeit besser gar nicht erst spricht. Heute bist du noch Underground, morgen schon kommerziell oder du hast dein neues Album vielleicht bei der falschen Plattenfirma verΓΆffentlicht, auf dem falschen Festival gespielt oder ein unpassendes T-Shirt getragen.
Man bewegt sich zwischen Szenekennern, RaritΓ€tensammlern oder Kommerzkaspern. Eine Einheit wie zu Zeiten des Black Circels, gibt es kaum noch, weder musikalisch noch weltanschaulich. Der akademische gebildete Hobbyphilosoph, begegnet dem gemeinen Proletarier mit Hohn und Ignoranz.
Der Heavymetal Fan der es auch mal dΓΌster und misanthropisch mag, holt sich seine Bandbewertung aus dem Rock Hard, der Kassettensammler liesst die gΓ€ngigen Untergrund Druckwerke.
Wo will diese Szene hin? Das fragen sich viele, der Nachwuchs fehlt, wandert in den seelenlosen Mainstreamsumpf moderner Metalcore Bands ab, trΓ€gt die Haare modisch gestylt, mit Amicaps auf dem gehirngewaschenen SchΓ€del und hat jeglichen Bezug zur Herkunft und Historie seiner Musik verloren.
Den anderen Teil junger Menschen, die sich noch für Musik der hÀrteren Gangart, erwÀrmen ließen, findet man im Publikum einschlÀgiger, weichgespülter Paganbands wieder. Im immer gleichen Opfergesang, ihre Antipathie gegenüber Extremismus und Hass beteuernd, wie sie es von ihren Bravo/Rock Hard Idolen vorgelebt bekommen.
Sicher kann man diese armen Gestalten belΓ€cheln, der LΓ€cherlichkeit preisgeben oder sich in seiner Rolle der misanthropischen Elite wohlfΓΌhlen. Doch was bringt das alles, stirbt diese Elite an ihrer eigenen Ignoranz und SelbstzerstΓΆrung?! Reign in Chaos propagiert man oft, doch was regieren ohne Chaos? Wenn die sich in den Armen liegende Metalbruderschaft den individuellen Geist einfach ausgesessen hat?
Die Selbstzerfleischung der Szene begann an den Wendepunkten, an denen man anfing Gesellschaftskonform zu werden. Man ließ geschehen, dass die Außenwelt bestimmte, was gesagt werden durfte und was nicht. Black Metal hΓΆrte auf „Krieg“ zu sein, wollte anerkannt werden. Eine Szene die aus Rebellion geboren und aus wiedererkennen ureigener Werte gewachsen ist, darf sich nicht sagen lassen, in welche Richtung sie sich entwickeln soll, welche verschiedenen extremen Ansichten sie vertreten und propagieren darf.

ANTI-RABM
„Red and Anarchist Black Metal“ gilt als einer dieser Entartungen im Black Metal, welche wir ebenfalls ablehnen!

Es geht erst wieder in die richtige Richtung, bekennt sich die Masse, zu alten Werten und Traditionen, grenzt man die politisch Korrekten Ja-Sager rigeros aus, boykottiert ihre Veranstaltungen und Bands. Individualismus ja, aber auch Zusammenhalt innerhalb etablierter Strukturen. Misanthropie ist sicher ein fester Bestandteil unserer Kultur, aber der Zusammenschluss gleich denkender, kΓ€mpfender Freigeister ebenfalls.
Positiv zu bewerten ist das zusammenfinden einiger zu Bruderschaften, oder anderen Institutionen, die angetreten sind, sich dem Verfall zu stellen, so auch wir, Β Germanitas Othala!
Wir wollen jede Gelegenheit nutzen, Gleichgesinnte zu finden, aus dem vorhanden Eisen Stahl zu schmieden und mit den fettgefressenen Szenespaltern zu brechen. Black Metal soll wieder Kampf und Widerstand werden, Auflehnung gegen Normen einer kranken und falschen Zeit, die wir als freie Geister nicht brauchen.
Ob als UnterstΓΌtzer, ob als Mitglied unserer Gemeinschaft, ob als Teil einer befreundeten Gemeinschaft Γ€hnlicher Zielsetzung, wir heissen jeden willkommen der diesen Weg mit uns gehen will.
Nicht die Asche hΓΌten, sondern das Feuer schΓΌren!

In unitate firmitas, haben wir uns auf die Fahnen geschrieben!

 

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Ihr fΓΌhlt Euch angesprochen, dann zΓΆgert nicht mit uns in Kontakt zu treten!