π•―π–Šπ–™π–π–—π–”π–“π–Šπ–‰ – “𝕬 π•­π–—π–Žπ–‰π–Œπ–Š 𝕿𝖔 π•°π–™π–Šπ–—π–“π–†π–‘ π•―π–†π–—π–π–“π–Šπ–˜π–˜” – π•½π–Šπ–Ÿπ–Šπ–“π–˜π–Žπ–”π–“

Bereits sechs Jahre ist es nun her, dass die Urformation Dethroned aus dem Saarland ein Vollalbum unters Volk brachte. Am 1. Dezember diesen Jahres kommt also das langersehnte Nachfolgewerk mit dem Titel
“A Bridge To Eternal Darkness”, ΓΌber Dominance OF Darkness Records. Ich habe das Werk vorab bereits hΓΆren dΓΌrfen und kann jedem Interessierten somit einen kleinen Einblick ermΓΆglichen und die Frage klΓ€ren, ob die Vorfreude berechtigt ist. Dethroned existieren (zumindest auf dem Papier) seit 1991. Bis 1995 noch unter dem Namen “Mysticism” und ab ’95, mit einigen Unterbrechungen als Dethroned.
Dieser Umstand macht sich natΓΌrlich in Ausrichtung, Stil und Musik deutlich bemerkbar. So sind Dethroned nach wie vor eine klassisch okkult-satanisch ausgelegte Schwarzmetallformation.

Jeder, der mich ein wenig kennt oder zumindest regelmÀßig meine Rezensionen gelesen hat weiß, dass ich wahrlich kein großer AnhΓ€nger satanischer Texte und Melodien bin, allerdings mache ich insbesondere bei Dethroned gerne eine Ausnahme. Da nicht zuletzt “Bluotrunst” ein dermaßen gelungenes und ausgereiftes Album war, sodass die thematische Grundlage weit in den Hintergrund rΓΌckte. Lange Rede, kurzer Sinn, widmen wir uns dem neuen Album.

Grafisch betrachtet, macht “A Bridge To Eternal Derkness” wirklich etwas her. DΓΌster und individuell gestaltet, erinnert es vor allem durch die Farbgebung, an die Split von und mit Archgoat und Satanic Warmaster. Texte finden sich ebenfalls im Beiheft wieder und ermΓΆglichen so ein Nachvollziehen der besungenen Botschaften. Insgesamt werden 10 StΓΌcke geboten und:

Die ErΓΆffnung ΓΌbernimmt “Come To Me” und entfaltet bereits in den ersten Sekunden sein volles Potenzial. Eine finstere und vorantreibende Mischung aus klassischen Schwarzmetallgewittern und ausschweifenden Thrasch- und Melodicelemeten. Das Tempo wechselt stetig zwischen Raserei und leicht gebremsten Midtempoabschnitten. Hier wird schon deutlich, das instrumentalische KΓΆnnen hat keinerlei AbzΓΌge zu verzeichnen.

Gleich, ohne Zwischenpause, geht es zum nΓ€chsten StΓΌck ΓΌber. “Vinum Creaturae” ist im Vergleich zum VorstΓΌck etwas langsamer gehalten und erinnert nun sehr an “Bluotrunst”. Die Riffs und hΓΆrbaren Finessen ergeben hier ein klangvolles Zusammenspiel. Ein sehr abwechslungsreiches und fast schon verspieltes Lied, wobei FrΓΆhlichkeit oder lebenbejahende TΓΆne weit davon entfernt wΓ€ren. Der Grundtenor “Blasphemie” wird deutlich transportiert.

Auch zum nachfolgenden Tongut gibt es eine gelungene Überleitung, sodass das klare Abgrenzen der einzelnen StΓΌcke nur inhaltlich und wΓ€hrend des weiteren Verlaufes wahrzunehmen ist. “Disciple Of The Elders” ist also der dritte Titel im Bunde. Wieder wird hier mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gearbeitet, bewegt sich aber vornehmlich im Mitteltempo. Großartig untermalt und mit einer ebenso dΓΌsteren AtmosphΓ€re versehen. Was schnell auffΓ€llt ist, dass die einzelnen StΓΌcke beinahe sehr kurz wirken. Obwohl sie bisher alle eine ungefΓ€hre LΓ€nge von vier- bis ΓΌber fΓΌnf Minuten aufweisen. Kurz ist also relativ und ein gutes Zeichen, denn es kommt ganz offensichtlich keinerlei EintΓΆnigkeit oder gar Langeweile auf, die ein Lied sonst enorm in die LΓ€nge ziehen wΓΌrden. (gefΓΌhlt jedenfalls)



Wie immer werde ich nicht jeden einzelnen Titel schon vorab auseinander nehmen und mΓΆchte den geneigten HΓΆrern auch noch etwas ΓΌbrig lassen, das sie gegebenenfalls ΓΌberraschen wΓΌrde.

“Ewig FΓ€ulnis”, der erste deutsche Titel, der auch in seiner Namensgebung als solcher zu erkennen ist.
Ein finsteres StΓΌck, das rituell klingt, insbesondere durch die gewΓ€hlten “Spracheinlagen”. Diese erinnern an klassische RitualgesΓ€nge, wie man sie wohl auch aus der Filmkunst ΓΌberliefert bekΓ€me. Man kreiert hier eine wirkungsvoll kalte und dΓΌstere Gesamtstimmung.

Das Namensgebende StΓΌck “A Bridge To Eternal Darkness” ist ein sehr eingΓ€ngiges Exemplar, mitreißendes, sehr im Vordergrund wirkendes Schlagwerk, fΓΌhrt den HΓΆrer langsam ins Geschehen ein, bis dann hohe und kreischende Gitarrenmelodien einsteigen, die dann wieder abklingen und man zum Einstiegston zurΓΌckkehrt. Im Gegensatz zu den anderen Liedern, kΓΆnnte man dieses als ruhig definieren. Trotz der einheitlichen Gestaltung wird man auch hier noch ΓΌberrascht. Im letzten Drittel gesellt sich erstmalig auch wieder ein wenig Klargesang hinzu, der auf “Bluotrunst” fΓΌr eine Überstimmung sorge trug.


Den Abschluss bereitet “Im Zeichen des BΓΆsen”, dass gleich zu beginn mit einem Feuerwerk anzieht und die Geschwindigkeit bis zur HΓ€lfte des StΓΌckes auf Vollgas hΓ€lt. Erst jetzt wird mittels Klavier eine Auszeit verordnet und man wechselt in einen deutlich melodischeren Abschnitt. FΓΌr einen kurzen Moment konnte man hier ein bisschen Landsknechte heraus hΓΆren – was die spielerische Art und Weise anbelangt. Übrigens eine Nachspielversion der Band “Grausamkeit” aus dem Jahre 1997, die ebenfalls ihre Wurzeln im Saarland verzeichnet.


π•±π–†π–Ÿπ–Žπ–™:

“A Bridge To Eternal Darkness” ist ein meisterhafter Nachfolger, der einiges an StΓ€rken bereit hΓ€lt. Am Klang wurde gearbeitet, am Schlagwerk, dass nun deutlich hΓΆrbarer ist und weniger blΓ€chernd daher kommt.

Die Finesse und spielerische Vielfalt ist unverΓ€ndert hoch und bietet zum VorgΓ€nger “Bluotrunst” einige kleine Überraschungen, die eine hΓΆrbare Entwicklung voraussetzten. Es gibt aber auch etwas, das ich vermisse. Der ΓΌberaus hervorstechende Klargesang, der im 2017er Album deutlich hΓ€ufiger zum Einsatz kam und hier bis auf kurze Momente leider vΓΆllig abhanden kam. Dies hΓ€tte “A Bridge To Eternal Darkness” noch ein gewisses Extra und vielleicht die Perfektion verliehen. Nichtsdestotrotz ist das vorliegende Album ein absoluter HΓΆrgenuss. Ein breites Spektrum an verschiedensten Klangkulissen, die vor Dunkelheit, Blasphemie und Schwarzmetall nur so strotzen. Vielleicht ist das der Nachfolger, den sich alle gewΓΌnscht haben. Potenzial, um unter die Alben des Jahres zu kommen, hat es allemal.



π•½π–Šπ–Ÿπ–Šπ–“π–˜π–Žπ–”π–“: π•Ώπ–”π–‰π–‹π–Šπ–Žπ–“π–‰ – 𝕲.𝕺.𝕾.𝕭. πŸπŸŽπŸπŸ‘