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RagnarΓΆk 1888 Dahn

Die nordisch-germanische Welt ist neben irdischen Feinden, auch denen ausgesetzt, die man gemein unter „Weltenfeinde“ kennt. Hierzu zΓ€hlen zum Beispiel der Fenriswolf und eben JΓΆrmungandr, auch bekannt als die Midgardschlange. Die Midgardschlange (Weltenschlange) (altnordisch MiΓ°garΓ°sormr; auch JΓΆrmungandr) ist in der germanischen Mythologie eine die Welt (Midgard) umspannende Seeschlange, die im Ur-Ozean lebt. Wie Hel und der Fenriswolf wurde auch sie von Loki mit der Riesin Angrboda gezeugt und gehΓΆrt damit zu den drei germanischen Weltfeinden. Thor/Donar begegnet ihr dreimal und tritt zweimal an, sie zu vernichten.


Jormungandr war der Bruder von zwei weiteren Kindern des Riesenpaares, dem Riesenwolf Fenris und der Riesin Hel. Odin war so besorgt über die Zerstârung, die diese Wesen im Universum anrichten kânnten, dass er jedes von ihnen an einem Ort platzierte, an dem es am wenigsten Schaden anrichten konnte. Er schickte Hel in die Unterwelt, um über das Land der Toten zu herrschen. Er fesselte Fenrir in Asgard mit einem verzauberten Band, das von den Zwergen hergestellt wurde. Schließlich warf er die damals kleine Schlange Jormungandr in den Ozean, der Midgard umgibt, weshalb er auch als Midgardschlange bekannt ist.

Zuvor, als Jormungandr noch klein war, wurde sie an eine Kiefer gebunden, um sie unter Kontrolle zu halten, aber Thor warnte die GΓΆtter, Abstand zu halten, da die Schlange ihn mit schwarzem Gift bespuckt hatte, aber nicht traf. Diese Geschichte markiert eine Verbindung zwischen Thor und Jormungandr, die sich fortsetzen sollte. Aus diesem Grund gilt die Midgardschlange als Thors ultimativer Erzfeind, dem er sich mehrere Male stellen wird.
Im Meer, in Midgard, wuchs Jormungandr zu einer so enormen Grâße heran, dass sie die gesamte Welt der Menschen umschließen und ihren eigenen Schwanz im Maul halten konnte. Deshalb wird sie auch Jormungandr genannt, was auf altnordisch β€žErdketteβ€œ bedeutet.Β Das Maul, mit dem Jormungandr ihren Schwanz packte, war voller scharfer ZΓ€hne, aus denen Gift tropfte. Das Maul war groß genug, um einen Gott oder einen Riesen ganz zu verschlingen.


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Im zurΒ LiedereddaΒ zΓ€hlenden β€žLied von Hymirβ€œ (HymiskviΓ°a) wird der Mythos von β€žThors Fischzugβ€œ geschildert, bei dem er zusammen mit dem widerstrebendenΒ RiesenΒ HymirΒ hinausrudert, um Fische zu fangen, weil sein ungezΓΌgelter Appetit die Speisekammer Hymirs vorzeitig geleert hat. Zuvor reißt Thor einem der Stiere Hymirs den Kopf vom Leib, um ihn als KΓΆder an die Leine seiner Angel zu binden. Schließlich beißt die Midgardschlange an, und es gelingt Thor, sie aus dem Wasser zu ziehen, wo er sie mit einem Hieb seines magischen HammersΒ MjΓΆlnir erschlagen will.

Thors Fischzug

Hymir jedoch kappt beim Anblick der Midgardschlange die Leine, sodass er dem Biest die Flucht ermΓΆglicht. Thor schleudert ihr zwar noch seinen Hammer nach, der Ausgang der Auseinandersetzung bleibt aber offen. Der Edda nach, kommen Thor und Hymir beide vom Fischzug zurΓΌck, in der Prosa-Edda erschlΓ€gt Thor aus Wut den Hymir und kehrt alleine an Land zurΓΌck.


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Die andere Geschichte aus der nordischen Mythologie, in der Jormungandr eine Rolle spielt, ist ebenfalls eine Geschichte über Thor. In dieser Geschichte trifft Thor auf den Riesenkânig Utgardloki und vollbringt eine Reihe von Taten für ihn. Irgendwann bringt ihn der Riesenkânig dazu, zu versuchen, eine riesige Katze zu heben, um seine beeindruckende StÀrke zu demonstrieren. Bei der Katze handelt es sich jedoch in Wirklichkeit um Jormungandr, die durch Magie getarnt ist. So sehr sich Thor auch anstrengt, er kann die Schlangenkatze nur so weit anheben, dass eine ihrer Pfoten den Boden verlÀsst. SpÀter erklÀrt der Riese Thor die List und erklÀrt, dass es eigentlich gut ist, dass es ihm nicht gelungen ist, die Schlangenkatze zu heben, da Jormungandrs enorme Grâße dazu geführt hÀtte, dass sich die Grenzen des Universums verÀndert hÀtten.


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Das Gylfaginning beschreibt, basierend auf der VâluspÑ, dass eines der Zeichen für Ragnarâk das Brodeln des Meeres ist, als Jârmungandr ihren Schwanz aus ihrem Maul nimmt. Das Meer wird über die Ufer treten und die Schlange wird aufs Land kriechen. Sie wird Gift in Luft und Wasser verteilen, wÀhrend ihr Bruder, der Fenriswolf, Feuer aus Augen und Nase speit. In der Schlacht gegen die Gâtter wird Thor auf die Midgardschlange treffen und sie tâten, aber schließlich selbst an ihrem Gift zugrunde gehen.

Johann Heinrich FΓΌssli

In der letzten Schlacht wird sich Jormungandr ein letztes Mal Thor gegenΓΌberstehen. Thor kΓ€mpfte hΓ€rter und entschlossener als je zuvor und erschlug Jormungandr schlussendlich mit seinem Hammer Mjolnir

Nach seinem Sieg wird Thor jedoch mit Unmengen von Jormungandrs Gift bedeckt sein, dass er nur noch neun Schritte gehen kann, bevor er in seinen eigenen Tod stΓΌrzt. Jormungandr wird so viel von ihrem Gift in die Luft blasen, dass sie alle neun Welten des nordischen Kosmos vergiftet.


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Jormungandr ist mΓ€nnlich, auch wenn oft von „ihr“ die Rede ist, so ist hiermit nur „die Midgardschlange“ gemeint. Er ist der gemeinsame Sohn von Loki und Angrboda.Β  Obwohl Jormungandr in diesen Liedern und Geschichten als Feind der Asen dargestellt wird, fΓ€llt es schwer, in ihm den BΓΆsewicht zu sehen. Sicherlich ist es verstΓ€ndlich, dass er sich an der Gruppe von GΓΆttern rΓ€chen will, die seine Familie so grausam behandelt hat. Nichtsdestotrotz ist Jormungandr der Vorbote allen Endes und stΓΌrzt die Welt in Finsternis und Chaos.