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Ysbryd, das Augsburger Einmannprojekt, verΓΆffentlichte vor wenigen Tagen ein neues Werk. Wie ΓΌblich ΓΌber Vama Marga Productions erschienen, bietet „Abseits des Pfades“, nicht nur neue musikalische Machenschaften. Einige der hier vertretenen StΓΌcke, tauchten in der Vergangenheit schon einmal auf, allerdings nur auf Gemeinschaftswerken. Dazu aber gleich mehr und ausfΓΌhrlicher.



„Gestalt“, der SchΓΆpfer hinter Ysbryd, der auch in unzΓ€hligen weiteren Musikprojekten beteiligt war und zum Teil auch noch ist, schuf vier neue StΓΌcke und vereinte sie mit fΓΌnf Weiteren, bereits anderweitig VerΓΆffentlichten. So wurden „Vom Bettler und vom Krieger“, als auch „Ein Leben, im Angesicht der Gezeiten“, auf einem Dreiteiler, mit Nebelgrund und Helsang, vorgetragen. „GΓΆtterfunke“ und „GΓΆtterfeuer“ wiederum, fand man auf dem Vierteiler, mit unter Anderem „Adalwolf“ und „BlutEck“. „Tywyll“ findet man auf dem Gemeinschaftswerk mit „GrΓ₯inheim“, „Meuchelmord“ uns „Szivilizs“.
Da diese Stücke bereits den Meisten unter Euch bekannt sein dürften, beschÀftige ich mich heute, mit den vier neuen Stücken und finde abschließend eine Zusammenfassung, des Werkes.

Insgesamt werden also neun Lieder zum Besten gegeben, mit einer Spielzeit, von etwa 47 Minuten. Optisch fΓ€llt „Abseits des Pfades“, eher schlicht aber gezielt gestaltet aus. Auf beiliegende Texte wurde gΓ€nzlich verzichtet, wobei jeder, der dem Genre etwas abgewinnen kann, die lyrischen ErgΓΌsse, durchaus zu verstehen vermag.



Den ersten Titel im Bunde, ΓΌbernimmt „Gefangen“, und schon hier macht sich das typische „Ysbryd-GefΓΌhl“ breit, stimmungsvolle Melodien, die eine gewisse Verzweiflung und Melancholie in sich tragen. Das Schlagwerk verzichtet weitestgehend auf Raserei und ordnet sich der transportieren Stimmung unter, ohne dabei an Kraft und Rhythmus einzubüßen. Nur wenige Augenblicke regiert etwas Chaos, bis es dann geordnet und in alten Klang zurΓΌckfindet. Der Gesang ist ein ebenso typisches Merkmal, gequΓ€lt, krΓ€chzend und doch voller Energie, der vor allem in bestimmt gewΓ€hlten Abschnitten, gehΓΆrig an Druck zulegt.

Mit „Geisteslicht“, wird die vorangegangene Stimmung, noch etwas auf die Spitze getrieben, hΓΆhere und langatmigere GitarrenklΓ€nge, finster und stellenweise mit okkulter Brise. „Gestalt“ hat eine ganz eigene Art, seine Thematiken zu vertonen und diese Art schafft es bisweilen, eine dΓΌstere und mitreißende Stimmung zu erzeugen, die an einem haftet.

„Ausbruch“ ist fast eine musikalische Abtrennung, zu den vorherigen StΓΌcken, auch thematisch betrachtet. Das Tempo wird etwas angezogen und der HΓΆrer wird musikalisch vorangetrieben. Hier ist es genau umgekehrt, die ruhigeren Stellen, bilden eine kurze Abkehr, eine tiefgehende Denkpause, bis das StΓΌck wieder an Kraft und Geschwindigkeit zulegt. NatΓΌrlich finden die hohen Riffs auch hier ihre stimmungsgeladene Verwendung.

Mit „Abseits des Pfades“ neigen sich die vier neuen StΓΌcke, auch schon dem Ende.
Nicht zuletzt bildet dieser Titel, einen klaren Schnitt zwischen „alten“ und „neuen“ Vertonungen. Hier macht sich „Gestalt“ noch einmal ordentlich Luft und spuckt Gift und Galle, rechnet mit allem ab, was ihm gegen den sprichwΓΆrtlichen Strich geht und macht keinerlei Hehl, um seine Abneigungen.


Schon klanglich wird hier der Übergang zu den „alten“ Titeln deutlich. Dumpferes Schlagwerk, die Stimme etwas aus dem Klanggeschehen zurΓΌckgenommen, krΓ€ftigere Abschnitte, weniger Melancholie, dafΓΌr harsche TΓΆne und treibende Rhythmen.

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„Abseits des Pfades“ erschuf eine Medaille, die wortwΓΆrtlich zwei Seiten aufweist, klar voneinander getrennt, hΓΆrbar und spΓΌrbar. Eine stilvoll und gelungene Abwechslung innerhalb der Spielliste. Eine Kombination aus alt und neu, die gelungener, nicht hΓ€tte ausfallen kΓΆnnen und auch den HΓΆrern etwas darbietet, die keine der bisherigen Gemeinschaftswerke, ihr Eigen nennen kΓΆnnen.


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