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Krematorium, die Einmannschmiede aus dem Hessenland (ob Nord,- SΓΌd, oder Westhessen interessiert wohl nur dieselbigen), verΓΆffentlichte vor wenigen Tagen,
ΓΌber „Hassweg Productions“, ein neues Werk, mit dem Titel „Naturgesetz statt Menschenrecht“. Diesmal ist auch nur ein Minialbum daraus geworden, welches ursprΓΌnglich sogar noch kΓΌrzer ausfallen sollte. Ich nehme das musikalische Schaffen von „Blutstahl“ heute etwas genauer unter die Lupe.



Insgesamt ist es das neunte Werk seitens Krematorium und nach „Ahnenfeuer“ die zweite „EP“, der letzten Jahre. Mit inoffiziell sechs Titeln und einer Spielzeit von 21 Minuten, wird dies, zumindest ein ΓΌberschaubarer HΓΆrgenuss.

Optisch und visuell inhaltlich, beschrΓ€nkt sich „Blutstahl auf ein 2 (4) Seitiges Beiheft, mit abgedruckten Lyriken und einigen kleineren grafischen Ausarbeitungen, alles in allem schlicht aber ansprechend.


Der Einstieg, wird vom namensgebenden StΓΌck, „Naturgesetz statt Menschenrecht“ ΓΌbernommen und schon beim ersten Riff ist klar, dass wird und ist ein klassisches Krematoriumwerk. Die Texte sind ehrlich, harsch und direkt und der geneigte HΓΆrer, wird mit typischen Texten, die „Blutstahl“ wieder alle Ehre machen, bedient. Die gewΓ€hlten Riffs sind melodisch und in Verbindung mit dem Schlagwerk, ist ein Vergleich zum R.A.C. durchaus berechtigt. Wer die vergangenen Werke kennt, dΓΌrfte durch diesen Umstand, allerdings nicht sonderlich ΓΌberrascht werden. NatΓΌrlich geht es stellenweise, musikalisch auch in Richtung Schwarzmetall, hier darf man aber keine KnΓΌppelsegmente erwarten oder gar Anlehnungen an frΓΌhere Tage. Krematorium hat sich einen ganz eigenen Stil erschaffen und entweder man kann damit etwas anfangen oder eben nicht. „Blutstahl“ weiß, vor allem die, ihm lΓ€nger zur Seite stehenden, HΓΆrer mit einem unverwechselbaren Klang zu bedienen. Der Wille, im BM-Mainstream Anklang zu finden, ist hier unverkennbar, nicht gegeben und das ist gut so!

Mit „Niemals weichen“ geht die provokative und politisch inkorrekte Reise weiter und lehnt sich am vorangegangen Titel an, man kΓΆnnte es als zweiten Teil des Einstandes werten. Ebenso eingΓ€ngige und einfache, dafΓΌr aber ΓΌberzeugende Melodien, die hier sogar einmal mehr den Spagat zum Schwarzmetall wagen.
Inhaltlich ist Krematorium eigentlich eine Kampfansage, die man durchaus auch in frΓΌheren R.A.C. – Projekten so, oder so Γ€hnlich hΓ€tte vorfinden kΓΆnnen. Wenn man es ganz genau nimmt, macht speziell diese Art des deutschen Schwarzmetalls das, was sich RR seit Jahren, nicht mehr wirklich traut.
Außer Acht darf man jedoch nicht lassen, dass „Blutstahl“ Provokation und „stumpf“ strikt voneinander trennt. Krakig oder ΓΌbertrieben „anstâßig“ sind seine Texte mitnichten, er versteht es, seine Ansichten, lyrisch direkt, aber qualitativ zu verpacken.

„Tod ΓΌber allem“ ist wohl das kΓΌrzeste Lied und Jenes, mit dem grâßten Wiedererkennungswert. Die Melodie, sollte Veteranen dieser Spielart, durchaus bekannt vorkommen ob dies nun absichtlich oder eher dem Zufall geschuldet ist, bleibt freie Interpretation.

Titel Nummer Vier knΓΌpft an seinen VorgΓ€ngern an und fΓΌhrt diese unbeirrt fort, etwas andere Melodie, selbes Prinzip, auch hier wird die BrΓΌcke zwischen RR und BM noch einmal ausgebaut.

Der theoretisch letzte musikalische Beitrag, StΓΌck Nummer FΓΌnf ist eine Nachspielversion von „Ultima Thule“ mit dem Namen „Fatherland“, Kenner dΓΌrften hiermit ihre wahre Freude haben, schΓΆn wΓ€re hier noch die Klarstimme gewesen.

Und, das nun wirklich letzte StΓΌck, stellt den Ausklang und ist eine rein musikalische Darbietung, die einen gelungenen „Absacker“ zum vorher gebotenen Material darstellt.


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Krematorium ist und bleibt das, was man erwartet und das macht das Einmannprojekt absolut richtig. Es wΓΌrde an Blasphemie grenzen, wenn ich plΓΆtzlich einen vΓΆllig anderen Stil serviert bekΓ€me. Um es auf den Punkt zu bringen, jeder der Krematorium kennt, zu seiner Sammlung zΓ€hlt und diese Form des Schwarzmetalls zu schΓ€tzen weiß, wird auch mit „Naturgesetzt statt Menschenrecht“, nicht in einer Sekunde enttΓ€uscht werden. Etwas lΓ€nger, dΓΌrften dann aber kommende Werke gern wieder sein.

Krematorium im Netz: HIER


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