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Drei Jahre nach ihrem Debรผtalbum „Heldentod“, melden sich die Herren von Ahnenerbe zurรผck, gleich mit einem weiteren Vollwerk. Dieses trรคgt den klangvollen Namen „Sigvater“ und knรผpft beinahe nahtlos, an die Erstverรถffentlichung an. Was auf der, mir vorliegenden Vinylversion, geboten wird, klรคren die folgenden Zeilen ausfรผhrlich.


Ahnenerbe ist Programm, so beschรคftigt man sich, auch auf diesem Tontrรคger, mit unserem Artglauben, unseren Ahnen und ihrem Erbe an uns, dazu aber gleich mehr im Einzelnen. Erschienen ist „Sigvater“, gleich wie „Heldentod“ รผber Neuschwabenland Propaganda, pรผnktlich zur Sommersonnenwende und liegt mir als LP vor. Schwarzes Vinyl in einem passend zum Thema gestalteten Kunstwerk gehรผllt. Ein Beiblatt liegt ebenfalls bei, um fรผnf, der insgesamt sieben Titel, lyrisch mitverfolgen zu kรถnnen, dabei sei erwรคhnt, dass die anderen Beiden, den sogenannten Ein- und Ausklang bilden.


Den Einstieg รผbernimmt der Titel „Scheiterhaufen und Folterkammern“.
Der Einklang ist ruhig und besinnlich gestaltet, diesen Umstand erfรผllt vor allem die Taglharpa, welche von Hildulf klangvoll bedient wird und so einen musikalischen Abstecher, in vergangene Jahrhunderte gewรคhrt. Das Geschrei und die Qualen im Hintergrund, bieten darรผber hinaus, eine akustische Vorstellung zu „Scheiterhaufen und Folterkammern“.

Alsbald erfolgt dann, der musikalische รœbergang zu rhythmischen Klรคngen, die in unserer Zeit spielen. Treibendes Schlagwerk und kreischende Stimme, gehรผllt in melodische Riffs, lassen „Der Ketzer“ gleich mit voller Wucht, akustisch einschlagen.

Und schon im ersten Stรผck wird klar, hier hat ein Weiterentwicklungsprozess stattgefunden. Man kรถnnte zeitgleich, hรถrbare Parallelen zu anderen, รคhnlich veranlagten Kapellen, stellen, etwa zu „Absurd“ oder „Der Tod und die Landsknechte“, so einfach ist es dann aber doch nicht. Ahnenerbe erfรผllt mit jeder Melodie, ein Alleinstellungsmerkmal in Klang, Atmosphรคre und natรผrlich auch in der Thematik.

„Der Ketzer“ ist ein klassisches Selbstdefinitionsstรผck, so macht der Titel deutlich, dass trotz Scheiterhaufen und Folterkammer, eine Abkehr vom uralten Artglauben undenkbar und keine Alternative ist!

Akustisch wird hier stilistisch, auf den Wechsel von treibenden und melodischen Abschnitten, viel Wert gelegt und bietet so, ein musikalisch abwechslungsreiches und stimmiges Bild.


„Wekings Wehr“ der dritte Titel im Bunde ist ein ebenso melodisch vielseitiger Titel, der inhaltlich, einen Aufruf an jeden aufrichtigen Germanen darstellt. Heimat und Gรถtterverbundenheit, sind essentiell und wegbegleitend in diesem Stรผck.
Der stellenweise auftretende Klargesang, der sich mehr im Hintergrund abspielt, untermalt eine unglaublich tiefe Atmosphรคre und bildet eine herrliche Ergรคnzung, zum bestehenden Fundament. Dieses Fundament, bildend, aus fast leidenschaftlichem Kreischen, tiefmelodischen Gitarren und treibendem Schlagzeug, kรถnnte ebenso eine Hymne sein und ist fรผr mich, einer der epischsten Stรผcke auf „Sigvater“.

Das letzte Tonstรผck auf der A-Seite, mit dem Namen „Auf weiter Heide“, ist ein deutlich roheres Exemplar, dass die Verwurzelung zum Schwarzmetall deutlich macht. Rasendes Schlagzeug, hetzender Gesang von Sigskald, sowohl in Schnelligkeit, als auch in Brachialitรคt und finstere, zeitgleich ebenso rasende Gitarrenklรคnge.


Seite-B wird mit dem Titelgebenden Tonstรผck eingeleitet. „Sigvater“ ist wieder eines, dieser ur-melodischen Lieder, so startet es mit Taglharpa, Trommeln und Klargesang, die schon zu Beginn eine Hommage, an den Gott der Gรถtter ist.
Im Anschluss geht es im mittleren Tempo, zum musikalischen Hauptteil รผber. Die Atmosphรคre verdichtet sich, der Gesang hallt auf und die Gitarren unterstreichen ein vollends melodisches und zeitgleich episches, musikalisches, Bildnis. „Sigvater“ ist mit jeder Note und Strophe eine Ehrdarbietung, mehr kann man dazu kaum sagen.

„Das Sonnenrad“, das vorletzte und somit sechste Stรผck, beginnt wieder etwas metallastiger (obgleich ich diesen Begriff wenig mag) und geht dann nach kurzer Zeit รผber, in Raserei, die trotz ihrer treibenden Kraft, nicht an Melodie einbรผรŸt.ย  Inhaltlich ist natรผrlich deutlich auszumachen, was in diesem Stรผck thematisch verarbeitet wird. Das Sonnenrad als ur-germanische Kraft, Licht, Sonne und Leben. Ebenfalls eine Ehrerweisung und passend zum Verรถffentlichungszeitpunkt, der Sonnenwende.
Zu erwรคhnen sei hier, dass „Das Sonnenrad“ ein durchweg starkes, musikalisches Grundgerรผst aufweist, um so die Kraft zu stilisieren und zu veranschaulichen.

Den Ausklang รผbernimmt „Lichtes Sein“. Hildulf und Sigskald schaffen es auch mit diesem Abschluss, noch einmal die Verwurzelung, zu ihrer eigenen Weltsicht, ausdrucksstark zu vertonen. Was wieder mit mittelalterlichen Klรคngen begann, mรผndet in melodischen und mitreiรŸenden Schwarzmetallklรคngen, die ihren germanischen Anstrich, zu keiner Zeit verlieren.


๐•ฑ๐–†๐–Ÿ๐–Ž๐–™:

„Sigvater“ ist, wie „Heldentod“ vor drei Jahren, ein durchdachtes Konzeptwerk.
Hier gibt es keine thematischen Abschweifungen und es gibt auch keine musikalische Abkehr von dem, was man sich zum Ziel gesetzt hat.
Fรผr mich, der thematisch absolut bedient wurde und mit jeder Strophe und Textzeile, tiefer in die Zeit der Ahnen abtauchen durfte, ist dieses Werk, ein absolutes Muss! Vรถlkisch-heidnischer-Schwarzmetall, mit jeder Note, jedem Absatz und jeder Melodie. Kein Vorgegaukel, keine halbherzigen Anekdoten, sondern waschechte Verbundenheit zu Ahnen, Gรถttern und uralten Traditionen!
Authentischer, kann ein Werk kaum sein!


Zu erwerben gibt es dieses kleine Meisterwerk bei:

Methorn Mailorder

oder bei Ahnenerbe selbst.

Auch auf Bandcamp, gibt es wieder eine Seite (mal sehen wie lange):

https://ahnenerbe.bandcamp.com/music


Rezension: ๐•ฟ๐–”๐–‰๐–‹๐–Š๐–Ž๐–“๐–‰ / ๐•ฒ.๐•บ.๐•พ.๐•ญ. ๐Ÿ๐ŸŽ๐Ÿ๐Ÿ