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Seit 2012 existent, verรถffentlichten die drei Herren aus Aachen im Jahr 2015 ihre erste Demo, mit dem klangvollen Namen „Seuche Christ“. Jetzt, sieben Jahre spรคter, erschien das erste Vollalbum unter Dominance Of Darkness Records.
Ginnungagap lautet der Albumtitel und lรคsst, insofern man mit dem eigenen Artglauben vertraut ist, schon erahnen, welche Thematiken die Wรถlfe hier verarbeiten.


Ginnungagap ist kein reines Konzeptalbum, dennoch wird beim Lesen der Titel klar, dass sich Carpathian Wolves, thematisch der nordischen Mythologie verschrieben haben. Mit Ein- und Ausklang kommt die Scheibe auf insgesamt 10 Titel, mit einer Spielzeit von, etwas unter 50 Minuten. Mir liegt das Digipack vor, welches leider ohne Beiheft kam. Das Frontbild (Cover) ist der lyrischen Auslegung entsprechend gestaltet und zeigt die drei Sรถhne vonย Bรถrrย โ€“ die Gรถtterย Odin,ย Viliย undย Vรฉ, sowie den Riesen Ymir der nach seiner Vernichtung, in der riesigen Erdspalte verschwand. Seine Kรถrperteile formten anschlieรŸend die Welt.
Soviel zum mythologischen und kรผnstlerischen Teil.

Musikalisch kรถnnten Carpathian Wolves, kaum mehr Abwechslung bieten, so spiegeln sich die drei vรถllig kontrรคren Charaktere dreier Musiker, in ihrer Spielweise wieder.
Von treibendem und rasendem Schlagwerk, รผber mitreiรŸende und epische Klรคnge an Gitarre und Bass. Das Ganze, gepaart mit rauem Gesang, der รผbrigens ebenfalls von „Fenrir“ an der Gitarre รผbernommen wird, wรคhrend Ulvre am Schlagzeug und Varis am Bass, ihren Dienst verrichten.

Der Eingangstitel ist eine mythologische Lehrstunde und beschreibt „Ginnungagap“ und die Entstehung des Riesen Ymir, untermalt mit sanften Klรคngen und lodernden Flammen.

Das Namensgebende Stรผck „Ginnungagap“ ist eine musikalische Reise zum Ursprung der Weltgeschichte in der germanisch-nordischen Mythologie.
Von treibenden Elementen, bis hin zur vรถlligen Eskalation ist alles geboten und nimmt den Hรถrer, in eine raue und unwirkliche Vergangenheit mit, die musikalisch passend untermalt wird.

„Asgardareid“ ist eines dieser rasenden Stรผcke, welches nur gelegentlich auf die Bremse tritt und damit einen durchaus klassischen Schwarzmetallcharakter inne hat. Wirklich interessant ist, dass die Snare des Schlagwerkes in manchen Stรผcken mal mehr und mal weniger blechern klingt, was eine durchaus gelungene hรถrbare Abwechslung gewรคhrleistet. Die Riffelemente, nicht nur in diesem Stรผck, sondern generell, sind melodisch, trotzdem rau und fรถrdern die anhaltende Brachialgewalt.

„Gorm der Alte“, einer der Titel, welcher schon 2015 verรถffentlicht wurde und jetzt noch einmal, komplett neu eingespielt, Platz auf einem Tontrรคger fand. Ein sehr eingรคngiges Tonstรผck, welches mit reichlich instrumentalischem und spielerischem Tiefgang aufwartet.

„Varus Untergang“, der siebte Titel im Bunde, ist eine Reise in die Vergangenheit. Das Jahr 9 in Germanien, die Schlacht im Teutoburger Wald, welche den Sieg der Germanen zur Folge hatte und erstmalig unter Arminius eine Vielzahl germanischer Stรคmme unter einem Mann vereinte. So mรคchtig wie die Schlacht gewesen sein muss, so krรคftig fegt die musikalische Darbietung, durch meinen Gehรถrgang.

Den letzten Titel, vor dem Ausklang, bildet Samhain. Das Lied, mit der (fรผr meinen Geschmack), grรถรŸten musikalischen Atmosphรคre. So wird in perfekter Kombination, Geschwindigkeit und Klang vereint und bildet ein durch und durch krรคftiges Tonstรผck.

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Carpathian Wolves liefern nach sieben Jahren, ein bestialisches und mรคchtiges Werk ab, dass mythologischer kaum sein kรถnnte und Schwarzmetall und Artglauben, hervorragend miteinander verknรผpft. Von wegen Baumschmuser!
Obgleich aus Zwiegesprรคchen hervorgeht, dass eher der Verbund zur Natur als der Glaube an die germanischen Gรถtter im Vordergrund steht, in lyrischer und musikalischer Hinsicht, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich versinke in der Mythologie, kann mir „Ginnungagap“ bildlich vorstellen und bin somit in meinem Element. Wer hier keine klare Empfehlung raus liest, dem kann ich nun auch nicht mehr helfen!

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