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Vor etwas ΓΌber einem Jahr meldeten sich Blodsvart erstmalig zu Wort, besser gesagt zu Musik. Die drei KΓΌnstler „Gestalt“, „Schattenwesen“ und „Werwolf“, die allesamt in anderen Projekten hauptaktiv sind, haben sich wieder zusammengefunden, um ihre Hasstiraden erneut in die Schwarzmetall-Landschaft zu „rotzen“. Ja rotzen, wer sich das kΓΌrzlich verΓΆffentlichte StΓΌck einverleibt hat, der wird diese Wortspielerei durchaus verstehen.
Wie sich Blodsvart entwickelt haben, was das neue Werk „Γ„ra des Zorns“ aufbieten kann, klΓ€ren wir in den folgenden Zeilen!


Das neue Werk, mit dem Namen „Γ„ra des Zorns“ erscheint in KΓΌrze ΓΌber Vama Marga Productions, wird ΓΌber sieben Titel verfΓΌgen, wobei ein StΓΌck eine Nachspielversion von „Celtic Frost“ sein wird. Die Gesamtspieldauer wird sich in etwa, auf 45 Minuten belaufen, grob ΓΌber den Daumen gepeilt. Das Beiheft ist der Thematik entsprechend bildlich gestaltet.

(Hier mΓΆchte ich keine Lobeshymnen singen, da ich an der Gestaltung beteiligt war, und mich somit nur selbst beweihrΓ€uchern wΓΌrde – Todfeind Medien)

Die Texte zu den einzelnen Stücken, wird es ebenso in lesbarer und gut geordneter Reihenfolge geben, sodass jeder Interessierte auch weiß, was besungen wird.
Ebenso wird es ein paar frisch aufgenommene Bilder der jeweiligen Musiker geben, wen auch das interessiert – so genug der optischen Aufmachung, widmen wir uns der musikalischen Leistung.


Ich kam schon beim erarbeiten der grafischen Elemente mit der Musik und natΓΌrlich auch den Inhalten in BerΓΌhrung, wurde auch darauf hingewiesen, dass „Γ„ra des Zorns“ einiges an Kraft und vor allem an Geschwindigkeit zugelegt hat.
Ich bin, das wissen sicher die meisten unserer Leser mittlerweile, kein großer Verfechter, von sinnlosem Geballer, dass eigentlich nichts kann, außer eben ballern. Aber, gleich vorne weg, dass trifft hier in keiner Weise zu. Ja, dass Tempo wurde stellenweise erhΓΆht und auch der Druck, also die hΓΆrbare Energie und die Kraft, die davon ausgeht, ist um einiges gestiegen. Primitives Gedonner, sucht man aber vergebens – zum GlΓΌck.

 

Wer „Bringer des Todes“, also das vorangegangene Werk, sein Eigen nennen darf, der wird auch hier wieder, in reiner Blodsvart-Manier bedient.
Der Hass, der von „Gestalt“ – seines Zeichens SΓ€nger und Lyriker, ausgeht, steht auch hier, dem Vorwerk in nichts nach. Es wird ordentlich ausgeteilt, in alle Himmelsrichtungen und man macht auch, vor der eigenen „Szene“ keinen Halt.

Eigentlich genau der Schwarzmetall, wie er gerne propagiert wird, hier allerdings spΓΌrt man die AuthentizitΓ€t (die fΓΌr einige Herren ja nur Kunst ist und gar keinen Anspruch auf die reale Welt hat). Wer „Gestalt“ kennt, der weiß, dass ihm sΓ€mtliche Mittel recht sind, um seinen Unmut in die Welt hinaus zu tragen und ja, dass gelingt den Mannen hier vorzΓΌglich. „Schattenwesen“ – Gitarrist und der Mann fΓΌr die Feinheiten, spielt in vielerlei Momenten, zu absoluter HΓΆchstform auf. Die Riffs sind melodisch, dennoch nirgends verspielt, sondern dienen der Untermauerung, der jeweiligen Szenerie. Auf Herumgeeier wird bewusst verzichtet und man widmet sich seinen Aufgaben. Das Gleiche gilt fΓΌr „Werwolf“ der auch hier wieder, in Sachen Schlagwerk, in Bestform gewesen sein muss.

Man kann Blodsvart als gemeinsames Hassprojekt bezeichnen, wΓ€hrend sich die jeweilig unabhΓ€ngigen musikalischen Projekte mit sehr unterschiedlichen Themen befassen, widmet man sich hier, der abgrundtiefen Abneigung. Sei es das System, die graue Masse, der Mensch als solches oder einfach, vΓΆllig geistesgestΓΆrte Gedanken, alles findet hier seinen Platz.

Das Tempo mag sicher an einigen Stellen angezogen haben, worauf ich ja, wie erwΓ€hnt, schon vorbereitet wurde, allerdings stellte ich fest, dass eigentlich nur die HΓ€rte zugenommen hat. Die Geschwindigkeit ist, ebenso wie im vorangegangenen Werk, sehr unterschiedlich und reicht von treibendem Midtempo, ΓΌber schleppende, bis hin zu rasenden Abschnitten. Übertrieben schnell ist es eigentlich nie, vielmehr konzentriert sich Blodsvart, auf die zu vermittelnde AtmosphΓ€re. „Γ„ra des Zorns“, ja das ist einer dieser Titel, der wirklich zu ordentlich Geschwindigkeit neigt, aber auch hier bietet sich zu gegebenen Zeitpunkten, ein gelungener Wechsel.

Die Stimme ist in jedem Titel gut verstΓ€ndlich, zumindest fΓΌr etwas geΓΌbte Ohren, wer sonst nur Rammstein hΓΆrt, dΓΌrfte hier Probleme bekommen – wobei Blodsvart diese Leute wohl auch nicht anzusprechen versucht. Mit den beigelegten Texten, lΓ€sst sich dieses Vorhaben nochmal deutlich vereinfachen.

Besonders gut treffen Blodsvart meinen Geschmack, erneut mΓΆchte ich ergΓ€nzen, mit den beinahe thrashigen Abschnitten, die man in solch gelungener Kombination, zuletzt wohl von den Norwegern um Tsjuder, kennt. Wem diese Mischung aus treibendem Schwarzmetall, der alten Schule und Thrashelementen zusagt, der kommt hier ganz und gar, auf seine Kosten.
Der Vergleich mit Tsjuder ist mir ΓΌbrigens nach mehrmaligem HΓΆren eingefallen, auf die innere Frage hin, woran mich „Γ„ra des Zorns“ so erinnert. Nun, ich denke, wer „Desert Northern Hell“ kennt, dΓΌrfte hier auf ein Γ€hnliches musikalisches Ergebnis kommen, wie ich. Und ganz wichtig, wer Celtic Frost mag, zeitgleich fΓΌr unentbehrlich hΓ€lt, der wird mit „Dethroned Emperor“ nicht nur eine wirklich gelungene Nachspielversion zu hΓΆren bekommen, sondern wirklich seine Freude haben – auch wenn Freude natΓΌrlich nichts im Black Metal zu suchen hat.


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Wer ehrlichen, musikalisch hochwertigen Schwarzmetall zu schΓ€tzen weiß, die hΓ€rtere Gangart bevorzugt und mit dem alten Werk bereits vertraut ist, der sollte auch bei „Γ„ra des Zorns“ zugreifen. Ich habe hier, zu meiner eigenen Verwunderung, keinerlei Kritikpunkte finden kΓΆnnen. Der Klang ist gut, die Instrumente werden hoch versiert bedient und das stimmliche Konzept, ergΓ€nzt sich einwandfrei. Ist das nun eine Empfehlung? Ganz klar ja.

Wer sich indes wundert, warum ich diesmal nicht auf jeden Titel einzeln eingegangen bin, dem sei folgendes gesagt – Jedes, der insgesamt sieben StΓΌcke ist in sich, ein kleines Kunstwerk, welches ich natΓΌrlich mit viel Palaber totreden kΓΆnnte. Genau das soll aber hier nicht stattfinden. GΓ€be es Kritik, so hΓ€tte ich diese geΓ€ußert – den Rest soll die kommende VerΓΆffentlichung erledigen, sprich, auf den HΓΆrer wirken!

Zu erwerben – in KΓΌrze, bei Vama Marga Productions.

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