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Die schweizer Formation Asgard, lieferte bereits im letzten Jahr (auch wenn das noch gar nicht so lang her ist), dass insgesamt sechste Werk, allerdings das erste Vollalbum. Die Musikschmiede aus Luzern, die auch gern die „Leuchtenstadt“ genannt wird, widmete diese Platte, genau jener Heimatstadt.



Was war das fΓΌr eine aufregende Reise! Bevor dieses Album meinen Schreibtisch erreichte, reiste es zweimal durch die halbe Welt und schaffte es dann doch, letztendlich in meine heimischen Gefilde. Hier gilt mein Dank, ganz besonders Thulus von Asgard, die keine MΓΌhe scheuten, um mir das Rezensieren zu ermΓΆglichen.

„Leuchtenstadt“ bietet dem HΓΆrer acht TonstΓΌcke, mit einer Gesamtlaufzeit von guten 50 Minuten und wurde auf 500 Exemplare limitiert. Erschienen ist das Ganze ΓΌber Wolfmond Production.

Ein Beiheft findet ebenso Verwendung, welches neben ein paar abgedruckten Texten, vor allem eine sehr aufwendige Gestaltung darbietet. Da Bilder deutlich aussagekrΓ€ftiger sind, macht man sich davon am besten selbst ein Bild. Nur so viel, die handschriftlichen „Notizen“ wirken, wie mittelalterliche Schriften.


Die erwΓ€hnten acht StΓΌcke, bieten durchweg feinsten helvetischen Schwarzmetall.Β  Das Konzept ist sehr unterschiedlich, ich wΓΌrde nicht soweit gehen, dass hier grundlegend ein durchweg eingehaltener Grundton, in Sachen Lyrik, vorhanden ist. Nichtsdestotrotz bietet Asgard klassischen Black Metal, der sich irgendwo zwischen Melodik und klassischem Schwarzmetall der Neuzeit aufhΓ€lt. Festhalten kann man, dass Asgard einen ganz eigenen Stil haben.

„Leuchtenstadt“, dass neben dem Albumtitel auch EingangsstΓΌck ist, bietet zum Beispiel treibenden, im stetigen Tempowechsel befindlichen Black Metal, der zum einen roh und zum anderen, den Riffs geschuldet, melodische Aspekte aufweist.
Inhaltlich ist dieses Stück, eine Art ErzÀhlung über den Pakt mit dem Teufel, eine Mischung aus Überlieferung und Eigeninterpretation. Denn über Luzern (die Leuchtenstadt) ranken sich so einige Mythen und Deutungen, schon allein was die Namensgebung betrifft.

Das darauffolgende StΓΌck „Reisen inn i Lyset“ ist durchaus noch, um einige Stufen melodischer, sogar Klargesang findet hier Verwendung, der mir im ΓΌbrigen, außerordentlich gut gefΓ€llt. Asgard mischt hier, sehr eindrucksvoll atmosphΓ€rischen und gut inszenierten Black Metal, mit rohen und ursprΓΌnglichen Passagen –Β  wΓ€hrend die Texte klar an frΓΌhen Satanismus und Okkultismus anknΓΌpfen. Man verbindet quasi alt und neu.

Das rhythmische Konzept bleibt durchweg erhalten, auch wenn der ein oder andere Titel, dann doch auch andere SpielzΓΌge aufweist. So ist „Blizzard Of War“ dann ein eher Black-Death lastigeres StΓΌck, als seine VorgΓ€nger, dassΒ  vor Kraft nur so daher stampft. Asgard stellen unter Beweis, dass sie zu durchaus vielerlei Spielarten im Stande sind und diese Bandbreite auch voll und Ganz ausschΓΆpfen.

NatΓΌrlich finden sich aber auch ganz, nennen wir sie, klassische SchwarzmetallstΓΌcke wieder. „Demon“ ist in weiten teilen so ein Titel, der trotzΒ  einiger, wirklich gelungener Unterbrechungen einen sehr stilistisch festen, rasenden Black Metal – Anteil aufweist. Auch hier findet ein steter Wechsel des Tempos statt und man versucht, zu keinem Zeitpunkt, mehr Ruhe als notwendig, aufkommen zu lassen. Dies bindet ungemein das Interesse an den einzelnen StΓΌcken.

Den letztendlichen Ausklang, ΓΌbernimmt dann das StΓΌck „Leviathan“, dass ebenso wie seine Vorboten, ein mΓ€chtig voranpeitschendes Lied ist. Hier finden sich auch die kreischenden und hohen Gitarrenriffs wieder, die „Leiviathan“ zu einem klassischen Black Metal-StΓΌck erklΓ€ren.


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„Leuchtenstadt“ ist ein durchweg finsteres und zugleich hingebungsvoll gestaltetes Album, dass sich musikalisch gesehen auf ganz hohem Niveau bewegt. FΓΌr den ein oder anderen HΓΆrer, kΓΆnnte es beinahe „zu sauber“ klingen.
Wobei ich finde, es muss nicht immer Kellergerumpel sein, um dennoch eine gewisse Stimmung erzeugen zu kΓΆnnen. Asgard schaffen es, klassische Elemente mit melodischen und moderneren KlΓ€ngen zu kombinieren. „Leuchtenstadt“ ist ein hochgradig spielerisch ausgereiftes Werk, dass auch bewusst andere Stile einfließen lΓ€sst, so ist von der ersten- bis zur letzten Minute, Abwechslung garantiert! FΓΌr mich waren diese 50 Minuten Spielzeit ein einziger HΓΆrgenuss!


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1. Leuchtenstadt
2. Reisen inn i Lyset
3. Skyggen fra Fortiden
4
. Blizzard of War
5. Demon
6
. Face of Satan
7. The Beauty in the Rotten Shell
8. Leviathan

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