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Eigentlich war das folgend rezensierte Werk nur eine Beigabe seitens Dominance of Darkness Records – und, wer mich kennt, weiß, dass ich fΓΌr Depressive Black Metal im Allgemeinen nicht allzu viel ΓΌbrig habe, beziehungsweise, mit der Thematik nicht so recht warm werde. Allerdings habe ich mich jetzt persΓΆnlich zu einer Rezension bewegt, da ich musikalisch schlichtweg… – halt, nicht so schnell.



Kommen wir erst einmal zu den wesentlichen Fakten. Das mir vorliegende Werk ist kΓΌrzlich, ΓΌber besagtes Label erschienen und ist fΓΌr die Meisten somit, womΓΆglich schon bekannt, da bereits einige Titel im Netz kursierten. Es handelt sich bei „Wo Trauer niemals endet“, um eine EP mit fΓΌnf Titeln und einer ungefΓ€hren Spieldauer von 24 Minuten, des Projektes Suizid. Die Ep ist entsprechend der Thematik gestaltet und verzichtet auf ein Beiheft – wer sich mit D(S)BM beschΓ€ftigt, wird hier optisch jedenfalls durchaus angesprochen.


„Isolation“ , so wurde der Eingangstitel benannt, ist ein rein instrumentales StΓΌck, ΓΌber das es nicht viel zu berichten gibt. Die KlΓ€nge sind stimmig und erzeugen durch die gewΓ€hlte Klangkulisse, tatsΓ€chlich ein IsolationsgefΓΌhl, Einsamkeit und Beschlagenheit sind wohl die gewΓ€hlten Emotionen, die es hervorruft.

Bereits im darauffolgenden StΓΌck „Death Addiction“ bekommt der HΓΆrer, also ich, dann umgehend dΓΌsteren Schwarzmetall zu spΓΌren. Ich sage bewusst spΓΌren, da durch die Klangkulisse auch hier entsprechend gewisse EindrΓΌcke erzeugt werden. NatΓΌrlich ist depressiver Black Metal durchaus speziell fΓΌr etwaige EmpfΓ€nger noch einmal intensiver – ganz ohne Frage. Ich, und ich kann hier jedenfalls nur von mir sprechen, bin jetzt durchaus auf den Geschmack gekommen. Die gebotene Musik ist abwechslungsreich, ebenso das Tempo, das sich, bis auf wenige Momente im mittleren Bereich bewegt und trotz dessen zu fesseln versteht. Über die textlichen Inhalte muss sicher nichts gesagt werden, denn die sind ganz dem Themenbereich angepasst und erfΓΌllen stimmlich durchaus ihren Dienst, vermitteln also das „depressive“ GefΓΌhl, dass natΓΌrlich erzielt werden mΓΆchte.

Der dritte Titel im Bunde, im ΓΌbrigen mein persΓΆnlicher Favorit, ist einer Dieser – bei dem man nicht so recht weiß warum, aber er fesselt und man hΓΆrt ihn nicht nur ein – sondern dreimal direkt hintereinander. Die breite Facette, die mir musikalisch und atmosphΓ€risch geboten wird, ist einfach faszinierend und sorgt fΓΌr stΓ€ndig neue SchΓΌbe, die ein bisschen an Wut und innere Verzweiflung erinnern. „I Left This Life To Rot“ versteht es vorzΓΌglich durch rasante Elemente und wirklich ausgefeilte Gitarrenriffs, in perfekten Zusammenspiel mit Schlagwerk und Stimme, eine tiefgehende Gesamtstimmung zu erzeugen! Diese Kraft, dieser Hass, der hier erzeugt wird – unbeschreiblich.

„Als all Licht meinen Leib verließ“ ist im Gegensatz zum Vortitel ein durchaus gemÀßigteres StΓΌck, klanglich mit einem Sterbeprozess gleichzusetzen, der dann durch gezielt gesetzte Hochtempoabschnitte, immer neue HΓΆhepunkte erreicht.
Anzumerken ist, dass man die Stimme des Unbekannten (denn ein Pseudonym ist nirgends zu finden) stellenweise gut versteht und dann wiederum ΓΌberhaupt nicht. Auch die wirklich abwechslungsreichen Stimmungen, die ΓΌber den Gesang transportiert werden, zeugen von Einfallsreichtum und KreativitΓ€t. Der Gesangswechsel erinnert in einigen Stellen an Aaskereia und vermittelt eine Γ€hnliche IntensitΓ€t.

Der Abschlusstitel „Todeslust“ ist der wohl Extremste auf dieser EP, er beginnt rasend und das Tempo wird auch gut eine Minute beibehalten, dazu ist die Stimme extrem verzerrt und im Vordergrund, sodass sie den Hauptanteil ΓΌbernimmt. Im spΓ€teren Verlauf, wird es etwas langsamer aber immer noch schnell genug um ein treibendes GefΓΌhl zu erzeugen. Ein sehr krΓ€ftiges TonstΓΌck, dass einiges an Hass, Verachtung und Tot, allein durch die musikalische und stimmliche Darbietung erzeugt. Dann plΓΆtzlich, wieder rasantes Schlagwerk, kreischende Gitarren und eine fast schon qualvolle Stimme, die einem ins linke Ohr brΓΌllt. Erst kurz vor dem Ende, wird noch einmal massiv das Tempo verlangsamt und man hΓΆrt und spΓΌrt, den nahenden Ausklang.


 

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Suizid, ein offensichtliches Einmannprojekt, zumindest liegt die Vermutung nahe, dass seinen Sitz mittlerweile im benachbarten Γ–sterreich zu haben scheint –Β  bot mir hier 24 Minuten feinste, finsterste und hervorragend umgesetze Klangkunst.
Trotz dessen, dass ich thematisch mit „Suizid und Depressionen“ innerhalb des Schwarzmetalls nie so recht warm wurde, kΓΆnnte „Suizid“ durchaus fΓΌr ein Umdenken sorgen. Ob dieses Projekt jetzt so bekannt ist, weiß ich nicht, jedenfalls sollten nicht nur thematisch Interessierte, hier unbedingt mal ein Ohr riskieren, es lohnt sich allemal. Ich jedenfalls war wirklich ΓΌberrascht und werde mir dieses Werk sicher ΓΆfter zu GemΓΌte fΓΌhren, ein wirklich kurzes, kleines, dΓΌsteres VergnΓΌgen! Großartig.


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