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PΓΌnktlich zur VerΓΆffentlichung des Vollalbums „GΓΆtterdΓ€mmerung“ von Krematorium, welches wir vorab schon rezensierten (Link), erschien auch gleich noch, als Zugabe versteht sich, die EP „Ahnenfeuer“. Diese wurde ΓΌber Sturmglanz ins Feld geschickt und liegt mir heute vor (eigentlich schon ein paar Tage, aber ihr wisst ja wie das ist).



Die EP oder das Minialbum, wie auch immer man es zu deklarieren vermag, kommt mit vier Titeln und einer Spielzeit von rund 23 Minuten. Zum Namensgebenden TonstΓΌck „Ahnenfeuer“ und zu „Cruel Tyrant“ gibt es im zweiseitigen Beiheft die dazugehΓΆrigen Texte, zum mitlesen. Obgleich man diese eigentlich nicht benΓΆtigt, da Blutstahl, mit seiner knarrenden Stimme, doch einer der wenigen Musiker ist, dessen lyrische ErgΓΌsse man durchaus gut versteht.
Ahnenfeuer teilt sich in zwei Sprachen auf, die ersten zwei StΓΌcke sind in heimischer Sprache gehalten und die darauffolgenden in englisch, selbst diese sind, sofern man nicht nur ΓΌber Schulenglischkenntnisse verfΓΌgt, gut nachzuvollziehen.

Wie alle Werke des Herren Blutstahl, ist auch dieses kleine Werk eine politisch inkorrektes Werk, auch wenn es weniger offensiv daherkommt, ganz im Gegensatz zu „GΓΆtterdΓ€mmerung“.

Musikalisch ist „Ahnenfeuer“ auch etwas schwermetalllastiger und lehnt sich eher an alte Heavy Metal Klassiker an, verfΓΌgt dabei ΓΌber krΓ€ftige Midtempoabschnitte, die sich auch von den gewΓ€hlten Riffs, deutlich an alten Liedstrukturen bedienen.
WΓ€hrend, „Wir ziehen ins Feld“ doch sehr an Ordensburg erinnert und sogar eine vergleichbare Tonstruktur aufweist, die Texte sich auf Γ€hnlich hohem Niveau bewegen, ist „Pitchblack Metal“ einfach ein Schwarzmetallnachfolger (natΓΌrlich nicht direkt vergleichbar), von Venoms „Black Metal“ – nur in anderem Gewand. Jedenfalls eine kleine Hommage.

Es gibt sogar einen nicht ersichtlichen fΓΌnften Titel, der mir erst beim HΓΆren auffiel und der mich dann doch ΓΌberraschte. Jeder, der musikalisch die letzten 30 Jahre nicht geschlafen, oder lieber die Kelly Family gehΓΆrt hat, der sollte dieses StΓΌck sofort erkennen und direkt ein gewisses NostalgiegefΓΌhl verspΓΌren.

Stiltechnisch ist „Ahnenfeuer“ ein vielseitiges Werk, die einzelnen StΓΌcke unterscheiden sich nicht nur vom Klanggewand, sondern inhaltlich, musikalisch und dem gesamten strukturellen Aufbau. Was mir hier in nur vier (5) Titeln geboten wird, suche ich auf anderen Werken nach neun Titeln, oft vergeblich.


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Krematorium stellt wieder einmal unter Beweis, dass Vielseitigkeit innerhalb weniger Lieder durchaus zu bewerkstelligen ist, ohne dabei vollends vom Kurs abzuweichen, denn das Konzept auf „Ahnenfeuer“ ist deutlich erkennbar und wird strikt beibehalten, lediglich die hΓΆrbare Abwechslung macht hier eben die Musik.
Mit diesem Minialbum hat sich Blutstahl wieder in meinen GehΓΆrgang gespielt und ja, was soll ich sagen –Β  absolut verdient. Ich kann mich ehrlich, gar nicht festlegen, ob ich „GΓΆtterdΓ€mmerung“ nicht sogar ein wenig (ein winziges wenig), schlechter finde. Hier hat mich einfach alles ΓΌberzeugt, was mich natΓΌrlich zu folgender Aussage bewegt, nΓ€mlich: Wer es noch nicht hat, sollte hier wirklich schnell zugreifen!Β  UneingeschrΓ€nkte Empfehlung.Β 

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1. Wir ziehen ins Feld
2. Ahnenfeuer
3. Pitchblack Metal
4. Cruelty Tyrant
5. *Überraschung

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