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Grรคul, ein Einzelprojekt des Herren „Nebelgeist“, der Bayern seine Heimat nennt, lieferte Anfang des Jahres 2021 ein Debรผtwerk ab. Dieses erschien als Kassettenversion รผber Deister Records und wurde von Vama Marga als CD produziert.
Die Verรถffentlichung liegt zwar schon ein paar Monate in der Vergangenheit, was mich jedoch nicht davon abhรคlt, es jetzt nรคher zu beleuchten.


„Nebelgeist“ ist beileibe kein Unbekannter, so erschuf er, als weiteres Einmannprojekt „Nebelgrund“, welches bereits fรผnf Werke vorzuweisen hat.
Zurรผck zu Grรคul, dem eigentlichen Hauptaugenmerk, der kommenden Minuten.
Insgesamt verfรผgt die gleichnamige Demo รผber fรผnf Tonstรผcke und einer Gesamtspieldauer, von etwas รผber 25 Minuten.

Ich halte die CD Version in meinen Hรคnden, die nur รผber ein zweiseitiges Beiheft verfรผgt und darรผber hinaus sehr minimalistisch und im Stile erster Werke, optisch gestaltet wurde.

Inhaltlich lรคsst sich Grรคul wohl nicht festnageln. Da die Texte nicht abgedruckt sind, kann ich anhand der Titel nur mutmaรŸen und wรผrde behaupten, von Blasphemie bis Apokalypse ist wohl alles dabei, was man im Schwarzmetall verarbeiten kann.


Musikalisch bewegt sich Grรคul und „Nebelgeist“, der hier das Zepter in der Hand hรคlt und alle Instrumente bedient, im 90er Jahre Schwarzmetall. Rohe und raue Klรคnge durchdringen die Membran meiner Ohren. Primitiv, jedoch ohne dabei billig oder klischeehaft zu wirken, spielt sich Grรคul, im Laufe der Zeit in Rage.

Die Geschwindigkeit wechselt gelegentlich, verzichtet dabei aber auf vรถllig รผbertriebenes „Geballer“ und verankert sich mehr oder minder im mittleren Tempo. Ab und an, wird das Tempo auch angezogen, eine wilde Raserei findet indes jedoch nur vereinzelt und in kurzen Abschnitten statt.

Mir gefรคllt vor allem der dumpfe Klang, der an alte Kassettenaufnahmen erinnert, gewollt und gut inszeniert, denn man hรถrt sehr wohl heraus, dass spielerische Feinheiten auch hier Anwendung fanden. „Nebelgeist“ erfindet das Rad natรผrlich nicht neu, bleibt aber bei dem was Black Metal ausmacht – Finsternis, rohe und verรคchtliche Klรคnge.

Einige „Klargesรคnge“ finden auch, trotz der Verrohung, seinen Platz und gestalten die Klangkulisse, zum Beispiel bei „The Executioner“, abwechslungsreich und mystisch.


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Die letzten 25 Minuten haben mich zeitlich etwas zurรผckreisen lassen, hervorragend unterhalten und mich daran erinnert, dass auch im Jahr 2021 durchaus der Stil der 90er Jahre angewandt und gekonnt verarbeitet wird.
Grรคul, vielleicht noch nicht jedem ein Begriff, sollte allerdings im Auge, beziehungsweise im Ohr behalten werden. Kurz, knackig, von meiner Seite aus, eine klare Hรถrempfehlung!

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1. Old Days Spirit
2. Desert God
3. The Executioner
4. Trumpets Of Doom
5. Horseman

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Grรคul im Netz [Hier]

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๐•ญ๐–Ž๐–‘๐–‰๐–Š๐–—: Grรคul