π•½π–Šπ–Ÿπ–Šπ–“π–˜π–Žπ–”π–“π–Šπ–“ – π–Šπ–Žπ–“ π–π–—π–Žπ–™π–Žπ–˜π–ˆπ–π–Šπ–— π•­π–‘π–Žπ–ˆπ–!

Die folgende AusfΓΌhrung soll vor allem Eines, zum Nachdenken anregen, vielleicht auch die ein- oder andere VerΓ€nderung im Konsumverhalten herbeifΓΌhren aber, und das wird den Kern darstellen, eine Diskussion entfachen!

Worum geht es:

In erster Linie um eine Analyse, Eine die sich mit verschiedenen Rezensionen, verschiedener Akteure auseinandersetzen soll, um letztlich eine objektive Sichtweise und eine Diskussion zu ermΓΆglichen.


Seit jeher gibt es sie, Rezensionen, ob im Metal, im Pop oder anderen musikalischen Bereichen. Sie dienen in erster Linie der Kritik, der Beurteilung und EinschΓ€tzung des jeweiligen musikalischen Projektes. Rezensionen innerhalb des Schwarzmetalls, sind wohl so alt, wie die Stilrichtung selbst. Bereits in den Anfangstagen setzten sich verschiedene Magazine und Einzelpersonen mit dem Schaffensprozess und dem daraus entstandenen Ergebnis, verschiedenster Kapellen auseinander. Jeder von uns kennt sie, jeder von uns hat sie gelesen, frΓΌher vor allem im Druckformat – als Heft am Kiosk oder als Heftchen, beim ΓΆrtlichen Plattenladen.

SpΓ€testens seit dem das Weltnetz nicht nur fΓΌr Musik populΓ€rer geworden ist, vermehrten sich auch die sogenannten Online-Magazine. Nicht zuletzt auch immer mehr Einzelpersonen, die sich das Recht heraus nahmen, ihre erworbenen TontrΓ€ger nach eigenem Gusto zu bewerten, – soweit zur Theorie.

In den letzten Jahren kamen vermehrt, immer mehr Plattformen ans Tageslicht, die sich vermeintlich dazu berufen sahen, sich dieser Sache ebenfalls anzunehmen, um ihre Ansichten in die Weiten des Netzes zu tragen.


Genau hier beginnt die Geschichte, hΓ€sslich zu werden.

Nicht jedem ist das Schreiben in die Wiege gelegt, nicht jeder ist grammatikalisch fΓ€hig und auch nicht jeder ist so musikalisch veranlagt, als das er ohne Weiteres im Stande ist, komplexe musikalische und inhaltliche Fakten zu bewerten oder gar zu analysieren.

So passierte es in den letzten Jahren, dass immer mehr ungeeignete und (so hart es klingen mag) inkompetente Personen sich dazu berufen fΓΌhlten, auf den Rezensionszug aufzuspringen, um ihr wirres Geschreibe unters Volk zu rotzen!
Warum diese Wortwahl, werden sich jetzt einige fragen? Nun, leider ist es genau das – objektivloses, unkreatives und inkompetentes Geschreibe, das nicht anders als mit 08/15 betitelt werden kann! Das mag fΓΌr so manchen zu hart sein, fΓΌr andere nicht hart genug! So liest man dann in solch Rezension, in KΓΌrze zusammengefasst: „Tolles Album, klasse Musik, geile Stimme – unbedingt kaufen!“

Der Leser, fΓΌr den diese Rezension letztlich der EntscheidungstrΓ€ger, fΓΌr oder gegen den Erwerb, der jeweiligen Platte ist, erfΓ€hrt allerdings nicht im Ansatz, warum Dieses und Jenes eben so ist, wie es beschrieben wurde. Man wirft mit allerhand positiven Adjektiven um sich, um die Gunst des Lesers und vor allem, der jeweiligen Kapelle zu erhalten. An Informationen, an echtem Interesse und Tiefgang mangelt es jedoch in jeder Hinsicht. Das „Warum? Wieso? Weshalb?“ bleibt unbeantwortet.

Hinzu kommen die beinahe unterirdischen Ausdrucksweisen und Formulierungen, da wird „gedenglischt“ und im nΓ€chsten Absatz germanisiert. Es fehlt an Satzzeichen, Kommata und vernΓΌnftigen Satzbauweisen. Oft sind es auch grobe grammatikalische Defizite, die sich hier aufzeigen und die, entweder vΓΆllig unbeachtet bleiben oder, selbst nach einigen Hinweisen, aus Trotz einfach so stehen bleiben – man ist ja schließlich ΓΌberzeugt von dem, was man da fabriziert hat!

Sich selbst einzugestehen, dass man vielleicht nicht das Talent mitbringt, um so eine Rezension zu verfassen? Fehlanzeige! Es wird munter rezensiert, Hauptsache man ist seiner, sich selbst auferlegten Pflicht nachgekommen und hat das Werk eben rezensiert.


Und hier sind wir beim zweiten Problem:

Die jeweils beurteilten Kapellen sind natΓΌrlich ΓΌber jede Form der Werbung und Bewertung dankbar, insbesondere, wenn sie zu ihren Gunsten ausfΓ€llt. Das hier aber oft nur Arschkriecherei stattfindet, bleibt vΓΆllig außen vor. So wird, auch eine minderwertige Rezension, dankend angenommen und als „Werbung“, ad acta gelegt – es ist immerhin eine Art FΓΌrsprechen. Exakt hier ist der Hund begraben, denn man mΓΆchte doch eigentlich, dass das Werk entsprechend verstanden, korrekt analysiert und bewertet wird? Bloße Lobeshymnen braucht man als selbstkritischer Musiker eigentlich nicht?! Zumal, oft wird seitens gewisser Verfasser direkt nach Freiexemplaren verlangt, um Jene dann zu beurteilen, gerade dann sollte doch mehr drin sein, als bloße Augenwischerei.

NatΓΌrlich kann man es als Kapelle selten vermeiden, wenn Person XY sich das Werk kauft, es anschließend privat oder unter dem Deckmantel der GemeinnΓΌtzigkeit rezensiert und das dann verΓΆffentlicht. Allerdings kann man, als ausfΓΌhrende Truppe, sehr wohl dafΓΌr sorgen, dass solche „Bewertungen“, die eigentlich nichts beinhalten, außer bestenfalls grobes Anschneiden, zukΓΌnftig kein GehΓΆr – bzw. keine Aufmerksamkeit mehr erlangen. Denn, je weniger Beachtung so ein Schreiberling erfΓ€hrt, desto weniger wird er zukΓΌnftig rezensieren. Musiker sollten sich die Frage selbst stellen: Bringt mir eine Zehnzeilenrezension wirklich die Aufmerksamkeit, die mein Werk verdient hat – reicht mir das aus oder begnΓΌge ich mich eben mit grammatikalischem Holocaust, der mein Album eigentlich eher schmΓ€lert?


Problem Nummer Drei:

Falsche Sympathie oder das GefΓΌhl, man mΓΌsse so eine Schreiberei unterstΓΌtzen, weil man dem Verfasser vielleicht nicht auf den Schlips treten mΓΆchte. Ja Leute, wo sind wir denn eigentlich – reden wir hier noch ΓΌber „grimmigen, hasserfΓΌllten“ Black Metal oder ΓΌber Britney Spears, die uns ggf. mit ihren ΓΌberbezahlten AnwΓ€lten entgegen kommt? Beinahe jede Musik ist dem Kommerz, falscher Sympathie, Scheinheiligkeit und Übertoleranz zum Opfer gefallen, Schwarzmetall ist ebenso auf dem besten Wege dahin. So muss es doch, wenigstens in diesem Genre eine MΓΆglichkeit geben, dem Anderen auch mal ins Gesicht sagen zu kΓΆnnen:

Das was du da schreibst, ist scheiße!!

Wenn das nicht mehr geht, man das GefΓΌhl hat, man kΓΆnnte den armen Verfasser damit eventuell zu sehr beleidigen, dann ist Black Metal wahrlich am Ende!
Ja, auch der Verfasser muss mit Kritik umgehen kânnen, er ist nicht über allem Maße erhaben und auch nicht der Nabel der Welt. Kritik dient der Verbesserung, wenn jedoch gar nicht gewollt ist, sich selbst zu verbessern,  auf ein anderes Niveau zu heben, dann kann man sich diesen ganzen Mist auch sparen.

Fehler sind menschlich, auch wir sind nur Menschen, so auch Die, die rezensieren. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung dieser Fehler. Ist man bereit Kritik anzunehmen, ist man bereit eine Sache zu lassen, wenn man sie nicht korrekt ausfΓΌhren kann? Selbstkritik ist StΓ€rke, zu akzeptieren, dass man nicht alles kann und auch nicht muss, ebenfalls!


Kommen wir also zur Quintessenz dieses Textes:

Schreiben kann und soll nicht jeder, ansonsten wΓΌrden wir bald BΓΌcher von Kevin (wahlweise auch Malte) aus dem Nachbarblock lesen, seine Biografie, oder gar seine erotischen Vorstellungen! Das braucht niemand und will auch niemand. Warum also, geben wir uns im musikalischen Bereich, mit weniger zufrieden?

Es gibt reichlich fΓ€hige Personen und Institutionen, die des Deutschen mΓ€chtig sind, kritikfΓ€hig und musikalisch versiert genug, um qualitativ und inhaltlich gehaltvolle Rezensionen zu verfassen!

Ein kluger Mann sagte heute, bezugnehmend auf genau dieses Thema:
In einer oberflΓ€chlichen Zeit, genΓΌgt den Meisten genau Dieses, sich aber gegen den Zeitgeist stellen, ist mit Sicherheit nicht das Schlechteste in kranken Zeiten!

Wieso muss „BM Online Magazine“ Nummer DrΓΆlf auch noch schreiben? Haben wir nicht schon genug MΓΌll im Internet? Hatten wir nicht schon genug Magazine, die nach kΓΌrzester Zeit ihrer eigenen Inkompetenz zum Opfer gefallen sind? Muss denn wirklich jeder Dahergelaufene, Berichte und Rezensionen schreiben?


Wie seht Ihr das? Reichen Euch 10-15 zeilige Berichte, die inhaltlich eigentlich nichts aussagen, außer, dass Ihr das vorliegende Album „UUUNBEDINGT kaufen“ sollt? Achtet ihr auf Grammatik, Ausdruck, Inhalt und Aufbau oder ist Euch das alles egal? Wir wΓΌrden Eure Meinung zu diesem Thema gerne erfahren!
Diskutiert mit uns, gern auch mit Kritik gegen uns oder, an unseren Berichten.

Wo? Unter diesem Beitrag auf Facebook.