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„Schattenwesen“ zusammen mit „Werwolf“ und „Gestalt“ (Helsang, Runenwacht und Ysbryd) ergeben „Blodsvart. Nun wurde das Debutwerk „Bringer des Todes“ geschmiedet und vor Kurzem verΓΆffentlicht. Ob die ErstverΓΆffentlichung unter diesem Namen etwas taugt, sollen folgende Zeilen klΓ€ren.


Alle beteiligten Musiker der Formation „Blodsvart“, sind beileibe keine Unbekannten. „Werwolf“ der Schlagzeuger von „Runenwacht“, hat auch in diesem Projekt Selbiges ΓΌbernommen. „Gestalt“ von „Ysbryd“ ΓΌbernimmt hier der rauen Kehle Sang und „Schattenwesen“, den man wie erwΓ€hnt von „Helsang“ kennt, Bass, Gitarre und Komposition. Eine wirklich zΓΌnftige Kombination, die zumindest Großes erwarten lΓ€sst.

„Bringer des Todes“ kommt, im mir vorliegenden, schicken Digipack, verzichtet allerdings auf ein Beiheft. Geboten werden sechs TonstΓΌcke mit einer Gesamtspielzeit von, grob geschΓ€tzt, etwa 35 bis knapp 40 Minuten.

Zugegeben, optisch hat man sich dezent zurΓΌck gehalten, umso mehr konzentrierte ich mich bei diesem Werk auf die dargebotene musikalische Leistung.


Den Einstieg ΓΌbernimmt „Todbringer“ – ein wirklich gelungener Titelname, der zeitgleich die ErΓΆffnung darstellt. Es wird auch gar nicht lang herumgejodelt, man beginnt umgehend mit treibendem Schlagwerk, dass wechselnd im mittleren Tempo und schnellen Abschnitten angesiedelt ist. Ebenso erfolgt quasi zeitgleich der ErΓΆffnungsschrei. Gerade die Midtempostellen laden zum verweilen ein und verbreiten eine klassische SchwarzmetallatmosphΓ€re. Die Stimme von Gestalt kommt wie ΓΌblich giftig daher und unterstreicht hervorragend das vorliegende musikalische Konzept. Rotzig (insbesondere eine Stelle im Auftakttitel), dΓΌrfte hier als Grundbeschreibung dienen.

Gestalt

„Der Welten Untergang“ beginnt mit einem etwas gediegeneren Gitarrenspiel, der dann mit einer Art „ErzΓ€hlerstimme“ und dazugehΓΆrigem Auftakt-Schlagwerk weitergefΓΌhrt wird, bis eine kurze Atempause erfolgt, um dann in den gewohnten durchpeitschenden Rhythmus ΓΌberzugehen. Im vorliegenden TonstΓΌck finden sich mehrere „Pausen“ wieder (sogenannte Breaks), die dann eine neuen musikalischen Abschnitt einlΓ€uten und sich entweder im Gesang oder der Geschwindigkeit unterscheiden.

Stilistisch werden die darauffolgenden StΓΌcke, unter Anderem „Harte Zeiten erfordern harte Krieger“ , Γ€hnlich gehalten. Mal nimmt „Blodsvart“ etwas Tempo raus, mal schießt man aus allen Rohren. Besonders die stΓΆhnenden ZwischengerΓ€usche seitens „Gestalt“,Β  erinnern an alte „Carpathian Forest“ Werke, als „Nattefrost“ noch ΓΌber so etwas wie eine Stimme verfΓΌgte.

Musikalisch erinnert „Bringer des Todes“ sehr an norwegische Formate der zweiten Welle, nicht ganz so rΓ€udig und mit deutlich hΓΆherer QualitΓ€t und dem dazugehΓΆrigen Klang. Die Stimme, die Riffs, die ganze Tonlage und Komposition sind hiermit gemeint.

Werwolf

„Niemals Frei“ und auch alle anderen Titel sind persΓΆnliche Anklagen, gedankliche AuswΓΌchse, Ansichten und Hasstiraden, die musikalisch herrlich verpackt und mit andauernder KΓ€lte an den HΓΆrer herangetragen werden.
Gerade, „Niemals Frei“ ist eine mehr als gelungene Ermahnung oder Verurteilung, die mir persΓΆnlich in allen Belangen, am besten gefiel.

„BlutgetrΓ€nkte Erde“ wirft den HΓΆrer wieder zurΓΌck in vorangegangene Titel und bietet erneut, schnellen, reißerischen Schwarzmetall, der aber vorab, mit einem lΓ€ngeren Gitarreneingang -auf die Folter zu spannen- versteht.

Schattenwesen

Den Ausklang ΓΌbernimmt der Titel „Parasiten“, hier spricht der Name bereits BΓ€nde und offenbart was thematisch verarbeitet wird. Ein Satz wird in verschiedenster Art wiederholt und verursacht stellenweise ein mulmiges GefΓΌhl.
Begleitet von finsteren KlΓ€ngen und leisen Gitarren im Hintergrund, wird hier eine gespenstische AtmosphΓ€re erzeugt, die dann das Ende des Albums einspielt.


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Als Erstlingswerk dieser Musikerkombination muss sich „Bringer des Todes“ wahrlich nicht verstecken! Eigentlich muss sich „Blodsvart“ nirgends verstecken und spielt ganz vorne mit. Man hΓΆrt und spΓΌrt hier ein vorbildliches Zusammenspiel der drei Musiker, die sich nicht besser hΓ€tten finden und ausleben kΓΆnnen.Β  Vielleicht erlangen „Blodsvart“ hierdurch schon die verdiente Aufmerksamkeit und bieten uns kΓΌnftig weitere Werke dieser Art. Mich jedenfalls hat dieses Album absolut ΓΌberzeugt und das, obwohl ich eher langsameren Schwarzmetall bevorzugen wΓΌrde. Ich bin hier dennoch voll auf meine Kosten gekommen und kann das Debutwerk zweifelsohne empfehlen!

ErhΓ€ltlich ΓΌber Vama Marga ProductionsΒ und Blodsvart selbst.

 

 

Rezension: Todfeind
Bilder: Blodsvart, Gestalt (Ysbryd)