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In den letzten Tagen des vergangenen Jahres hat uns Blutstahl, der alleinige Kopf hinter dem Projekt Krematorium, einen exklusiven Einblick in sein neues Werk erlaubt. Dieses wird den Titel GΓΆtterdΓ€mmerung tragen und ΓΌber das franzΓΆsische Label ,,Hass Weg Production” erscheinen, der deutsche Vertrieb soll ΓΌber Sturmglanz erfolgen. Was das neue Album der hessischen Tonschmiede zu bieten haben wird, sollen die folgenden Zeilen erlΓ€utern.

 


 

Das hessische Einmannprojekt Krematorium sollte mittlerweile jedem Freund von rotzig-rΓ€udigen, ehrlichen und politisch inkorrekten Schwarzmetall ein Begriff sein. Auch uns konnte das Projekt mit seinen bisherigen VerΓΆffentlichungen begeistern, wie man in unseren Rezensionen dieser Werke nachlesen kann. Auch GΓΆtterdΓ€mmerung, welches als CD und Vinyl erscheinen soll und mit 10 Titeln von einer Gesamtspielzeit von 38 Minuten aufwarten wird, steht dem in nichts nach, wie bereits Γ€ußerst ausdrucksstarke Liedtitel wie unter anderen ,,Fuck off Antifa” verraten sollten. Kommen wir also umgehend zur Musik des Albums.

Mit dem schweren Schritt marschierender Soldaten erklingen die ersten TΓΆne auf GΓΆtterdΓ€mmerung, bevor ,,Wille der eisernen Hand” zu einer eingΓ€ngigen, melodischen Hymne mutiert, in jener Manier die man von Krematorium gewohnt ist. Dies sollte auch nicht die letzte Hymne auf dem mittlerweile vierten Vollalbum des Hessen bleiben. StΓΌcke wie ,,Freie Herzen schlagen” oder ,,Das Licht eurer Welt” bleiben auch lange nach dem HΓΆren im Kopf. Dies ist zum einen dem, bereits angesprochenen, hymnenhaften Charakter der StΓΌcke geschuldet, doch auch die einhergehende Lyrik untermauert dies zusΓ€tzlich. Zum einen sind die Texte Γ€ußerst verstΓ€ndlich, zum anderen auch mit einer ordentlichen Portion Hass und Abscheu aber auch mit Ehrfurcht und Kampfesgeist vorgetragen.

 

 

Doch wer nun meinen kΓΆnnte, dass Krematorium mit gestiegener Erfahrung und Reife weich, sentimental und zahnlos geworden ist, der irrt. Blutstahl hat es nicht verlernt, dem herrschenden Zeitgeist und seinen AuswΓΌchsen krΓ€ftig ins Gesicht zu spucken. Daher sind auch diverse StΓΌcke von einem herrlich derben und rotzigen Rockeinschlag durchzogen, versetzt mit rohem Schwarzmetall. Ein besseres akustisches Gewand kΓΆnnte man einer Ode an den germanischen ,,Gott des Krieges”, eine Abrechnung mit der allseits unbeliebten Antifa (,,Fuck off Antifa) oder das Zerlegen einer bestimmten WΓΌstenreligion, samt den perversen Trieben ihres Propheten, nicht verpassen. Dieses letzte StΓΌck mit dem klangvollen Titel ,,Nieder mit Prophet und dem Islam” stellt dann auch den HΓΆhepunkt und krΓΆnenden Abschluss des Albums dar. Ein Angriff gegen jenen Propheten und seine Religion stellt im Black Metal oftmals ein Tabu dar, umso schΓΆner ist es zu sehen, dass hier angesetzt wird und sogar in deutscher Sprache. Kein Blatt wird vor den Mund genommen und Blutstahl lΓ€sst seinem innewohnenden Zorn unverhohlen Bahn brechen. RΓ€udig, hasserfΓΌllt und dabei ehrlich und von Herzen kommend, etwas dass den meisten antireligiΓΆsen Schwarzmetall-StΓΌcken heutzutage fehlt. Von Krematorium kann man sich in dieser Hinsicht eine Scheibe abschneiden. Besser kann man ein gelungenes Album nicht schließen!


 

 

Fazit:

Roh, ungeschliffen, ehrlich und dabei dennoch melodisch und eingΓ€ngig. Das, im typischen Gewande Krematoriums bekommt man auf dem neuen Album ,,GΓΆtterdΓ€mmerung” geboten. Daher vergingen die rund 38 Minuten Spielzeit des Albums auch im Fluge. Wer also ein AnhΓ€nger des Projektes ist, der wird genau das bekommen, was er erwartet. Alle anderen, die mit melodischem und mit diversen rockigen EinschlΓ€gen versehenen Black Metal etwas abgewinnen kΓΆnnen, sollten ebenfalls ein Ohr riskieren. Von unserer Seite aus herrscht eine klare Kaufempfehlung, wenn das Album dieses Jahr erscheinen wird.