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Nach lΓ€ngerer Pause gibt es unsererseits ein neues ZwiegesprΓ€ch. Rede und Antwort stand uns dieses Mal Wolfshammer, GrΓΌnder des gleichnamigen Soloprojektes. Wie sein Projekt ins Leben kam, welche Ziele er damit verfolgt und vieles weitere mehr erfahrt ihr im Folgenden.


G.O.S.B.:

Grüße dich Wolfshammer, vorab schon einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit fΓΌr ein GesprΓ€ch mit uns genommen hast. Da ich ΓΌber dein gleichnamiges Soloprojekt ,,Wolfshammerβ€œ bisher nur sehr wenige Informationen finden konnte und mir dieses persΓΆnlich vorher noch nicht bekannt war, mΓΆchte ich dieses ZwiegesprΓ€ch mit einer klassischen Frage erΓΆffnen: Wie kam es zur GrΓΌndung deines Projektes und welche Motivation beziehungsweise welches Ziel verfolgst du mit Wolfshammer?

Wolfshammer:

Gerne. Zur GrΓΌndung kam es ganz einfach.Ich hatte einfach Bock , selbst Black Metal zu machen. Ich hatte immer versucht bei der einen oder anderen Band Anschluss zu finden, aber entweder war es nicht das, was Ich mir vorgestellt hatte oder die β€œBands” haben nichts auf die Reihe bekommen, außer InternetprΓ€senz und große Worte. Hat mich dann dezent angepisst. Darum brachte ich mir alle Instrumente selber bei und baute mir mein eigenes Studio zusammen und probierte mich aus.

Ziele sind ganz einfach, ich will Black Metal im alten Spirit machen. Kalten, rauen, Black Metal. Und das soll nicht wieder irgendein x-beliebiges Gelaber sein, sondern meine ich absolut ernst. Jeder der mich kennt weiß das auch. Dazu soll Wolfshammer auch ein Mittelfinger an den Kommerz sein.


G.O.S.B.:

Wenn man den Namen ,,Wolfshammerβ€œ das erste mal hΓΆrt, so verbindet man dies sofort mit einer typischen, fast klischeehaft anmutenden Namenswahl fΓΌr ein Schwarzmetallprojekt aus deutschen Landen. Nichtsdestotrotz verbinden viele ernsthafte Musiker, jene, die es auch mit Black Metal ernster halten, oftmals eine tiefere, oftmals persΓΆnlichere Botschaft mit dem Namen, dem sie ihrem Projekt gegeben haben. Wie kam es also dazu, dein persΓΆnliches musikalisches Schaffen unter das Banner ,,Wolfshammerβ€œ zu stellen? Was bedeutet dieser Name fΓΌr dich und was bewog dich, diesen auch als KΓΌnstlernamen zu verwenden?

Wolfshammer:

Genau wie ich. Der Wolfshammer oder Wolfskreuz ist ein AnhΓ€nger von den islΓ€ndischen Wikingern gewesen, was einen Thors Hammer, der von einem Wolfskopf getragen wird , darstellen soll. Laut β€œSage” haben die Wikinger den Hammer wie ein umgedrehtes Kreuz aussehen lassen, um das Christentum zu verschmΓ€hen. Ist Historisch nicht richtig, aber trotzdem eine nette Geschichte. Es ist aber nicht nur das Symbol und das Zeichen, sondern auch das Wort β€œWolf”, fΓΌr WΓΆlfe oder den Werwolf (jeder sollte die Bedeutung verstehen) und β€œHammer”, da ich als erstes nur das Schlagzeug gespielt habe.


G.O.S.B.:

Bleiben wir beim Thema klassisches und klischeebeladenes. Um deine Interpretation des Black Metal musikalisch auszudrΓΌcken, hast du dich entschlossen deine Musik garstig, roh und im Stile der alten Schule des Schwarzmetalls darzubieten. Warum hast du genau diese Form des Ausdrucks gewΓ€hlt, eine Form, die heutzutage oftmals als einfallslos und langweilig angesehen wird, ungeachtet der musikalischen QualitΓ€t die oftmals dahinter steckt?

Wolfshammer:

Black Metal ist und sollte auch monoton, rau und kalt sein! So kommt die kalte und dunkle AtmosphΓ€re richtig rΓΌber, was auch der Gedanke und das GefΓΌhl dahinter war . Wer das als langweilig sieht, hat nichts im Black Metal verloren. Die sauber aufgenommenen Lieder von heute geben mir nicht mal im entferntesten Sinne das, was die Alben und Demos von frΓΌher tun. Somit war meine Entscheidung klar.


G.O.S.B.:

Im Schwarzmetall haben sich im Laufe seiner Existenz viele verschiedene Stilrichtungen gebildet und viele verschiedene Experimente wurden mit dieser Musik bereits angestellt, um ihm frisches Leben einzuhauchen oder den musikalischen Horizont des Genres zu erweitern. Dies hat natΓΌrlich zu vielerlei verschiedenen Trends innerhalb der Musik gefΓΌhrt und man spΓΌrt bei vielen aktuellen Gruppen den Einfluss den zum Beispiel Gruppen wie Deathspell Omega oder Watain hinterlassen haben. Wie stehst du zu Experimenten im Black Metal, verfΓ€lschen sie lediglich die Grundessenz welche diese Musik ausmacht, halten sie das Genre und die Musik interessant oder stellen sie fΓΌr dich etwas anderes dar?

Wolfshammer:

Ja und nein. Jede Band hat ihren eigenen Stil, die einen benutzen Keyboards, Klargesang oder bleiben beim Standard. Diese waren frΓΌher auch Anfangs nur Experimente. Jedoch sollte dies im Rahmen bleiben und grade nicht zum β€œTrend” werden. Ich hasse diese β€œTrends” im Black Metal, genau wie diese unendlichen Stilrichtungsbeschreibungen. Entweder man spielt Black Metal oder eben nicht.


G.O.S.B.:

Verlassen wir jetzt das Thema der instrumentalen Untermalung des Black Metal und widmen uns einem Thema, welchem von vielen Musikern eine Àhnlich große Gewichtung beigemessen wird, den Texten. Bereits die Titel der von dir komponierten Stücke lassen darauf schließen, dass du dich einem Inhalt gewidmet hast, welcher ebenfalls tief in der alten Schule des Black Metal verwurzelt ist, dem fantastischen Universum von Tolkien und Herr der Ringe. Was hat dich dazu bewogen die lyrische Ausrichtung deines Soloprojektes in dem umfangreichen Kosmos dieses weltbekannten, britischen Schriftstellers anzusiedeln?

Wolfshammer:

Das Universum vom Silmarillion, Hobbit und Herr der Ringe sind eine absolute Metapher. Wer diese kennt, weiß wofür Wolfshammer steht und was Ich damit ausdrücken will.


G.O.S.B.:

Neben der Inspiration, die dir Tolkien fΓΌr dein musikalisches Schaffen geliefert hat, was verbindest du darΓΌber hinaus mit der von ihm geschaffenen Welt? Wie hat sie dich persΓΆnlich geprΓ€gt und wie hast du sie ursprΓΌnglich entdeckt?

Wolfshammer:

In sehr vielen Dingen. Man kann schon sagen, dass ich ein Fanatiker bin. Entdeckt habe ich es, als mir das Buch und natΓΌrlich danach der Film empfohlen wurde. Mit diesem Meisterwerk wurde die perfekte BrΓΌcke, unter anderem zur germanischen Weltansicht, geschaffen.



G.O.S.B.:

Wie bereits in einer der vorherigen Fragen erwÀhnt, messen viele Musiker ihren Texte eine hohe Bedeutung zu, wÀhrend eine nicht zu verachtende Zahl lediglich die klassischen Themen bedienen mâchte, ohne ein wirkliches persânliches Interesse oder eine Verbundenheit mit ihren eigenen Inhalten aufzuweisen. Wie wichtig sind für dich die Texte im Black Metal? Welche Inhalte gehâren für dich unzertrennlich mit diesem verbunden und welche Inhalte sollten gemieden oder aus der Szene ausgestoßen werden?

Wolfshammer:

Es ist beides. Das Musikalische legt den Grundstein und der Text gibt den letzten Feinschliff. Inhaltlich definitiv das Heidentum, Esoterik und Okkultismus und das andere Thema werde ich nicht erwÀhnen, denke jeder weiß was gemeint ist. Ich halte nichts vom Satanismus, jedoch hat dieser definitiv, zumindest in der alten Schule, seine Daseinsberechtigung. Ansonsten sollten Texte von der Antifa und diesem Gay Black Metal ausgestoßen werden. Diese Pisse hat im Black Metal gar nichts verloren!


G.O.S.B.:

Bleiben wir beim Thema der Szene, welche ΓΌber die Jahre stark gewachsen und heutzutage kaum noch aus dem Black Metal wegzudenken ist. Wie hast du die deutsche Schwarzmetallszene wahrgenommen, als du langsam begonnen hast Teil von ihr zu werden und wie hat sich dein Blick und deine Wahrnehmung dieser mit den Jahren verΓ€ndert?

Wolfshammer:

Die β€œSzene” hat viel verloren. Jeder Hinz und Kunz hΓΆrt heute Black Metal, obwohl er kein Black Metaler ist und nichts wirklich damit zu tun hat und auch nicht den Black Metal versteht. Dann hast du da noch meine Generation, die nur noch sΓ€uft , wie Assis rumlaufen, irgendwelche Witze ΓΌber Black Metal machen und nichts anderes schaffen, als mal auf ein Konzert zu gehen oder wieder versuchen irgendein x-beliebiges Projekt zu grΓΌnden, um bekannt zu werden. Ich denke, der Untergrund ist das einzig wahre, heute noch.


G.O.S.B.:

Innerhalb der deutschen Black Metal Szene hat sich im Laufe der Jahre vieles verΓ€ndert, auch in der nΓ€heren Vergangenheit. Welche negativen Entwicklungen haben sich deiner Meinung nach vollzogen und gibt es Sachen, die sich mittlerweile zum Positiven verΓ€ndert haben?

Wolfshammer:

Zum Positiven hat sich nichts geÀndert. Es pissen mich viele Sachen an, wie eben erwÀhnt. Black Metal ist zum Großteil zum Trend geworden. Deswegen verstehe ich auch, dass die Leute aus der alten Schule sich so zurückziehen. Ich denke Ihr wisst auch, wovon ich rede.


G.O.S.B.:

Wenn dir die MΓΆglichkeit gegeben werden wΓΌrde, die Szene nach deinen eigenen Vorstellungen neu zu gestalten, in welche Richtung wΓΌrdest du sie entwickeln wollen?

Wolfshammer:

Wie frΓΌher in den 90ern.


G.O.S.B.:

Kommen wir damit zur letzten Frage unseres GesprΓ€ches, welche Freunde deines Projektes unter den FingernΓ€geln brennen sollte und Leute, deren Interesse an deinem musikalischen Schaffen geweckt wurde, interessieren dΓΌrfte: Welche PlΓ€ne bestehen derzeit bei Wolfshammer und ist bereits neues Material in Arbeit?

Wolfshammer:

Ich habe vor kurzem mein Album β€œFangorn” rausgebracht. In Arbeit ist noch die ein oder andere Split und das was entsteht, entsteht. Wer rein hΓΆren will, kann mich auf YouTube, Facebook oder was weiß ich wo finden. Da lade ich immer neue Sachen umsonst hoch.


G.O.S.B.:

Damit wΓ€ren wir am Ende unseres GesprΓ€ches angekommen. Wir danken dir nochmals fΓΌr das Interesse und das entgegengebrachte Vertrauen. Die letzten Worte gehΓΆren dir!

Wolfshammer:

Fuck Kommerz!