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Die Tage werden immer kΓΌrzer und tief im Innern spΓΌrt ein Jeder, dies ist eine ganz besondere Zeit, eine magische Zeit, eine „schicksalsschwangere“ Zeit.
WÀhrend die Konsumzombies um uns herum ihr Gespür für wahre Besinnlichkeit lÀngst zwischen Kaufhaus und Glühweinstand verloren haben um ihrem Christus und dem Großkapital ihren Tribut zu zollen, wollen wir uns einmal mehr auf unser Blut und unserem darin verankerten Ahnenerbe besinnen.

Das Julfest
Im germanischen Monat Julmond, in welchem wir uns nun befinden, beginnt zur Wintersonnenwende das Julfest.
Zum Jahresende wird die Wiedergeburt der Sonne nach dem Tod durch den Winter gefeiert.
Zentraler Moment ist das gemeinsame Mahl in der Familie, die Ehrung der Familienahnen und die Erwartung des wiederkehrenden Sonnenlichtes.
Die Julzeit ist eine zwΓΆlf Tage dauernde Friedenszeit, in der die HΓ€user mit immergrΓΌnen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefern, Efeu oder Wacholder geschmΓΌckt werden, denen man schΓΌtzende und heilende KrΓ€fte zuschreibt. Ein alter Brauch ist es auch, einen großen Holzklotz aus dem Wald zu holen, den β€žJulklotzβ€œ, und ihn zwΓΆlf Tage und NΓ€chte brennen zu lassen. Mit seiner Asche wurden die Felder gedΓΌngt und krankes Vieh versorgt.
Reichlich Opferblut floß bei den großen Festen unserer Ahnen. Mit der Darbietung von Gebeten und Opfern verband sich das AnzΓΌnden von gewaltigen Feuern auf Bergspitzen und das Laufen mit FeuerrΓ€dern. Diese β€žFunkenβ€œ symbolisierten die unbesiegbare Sonne, deren RΓΌckkehr man dadurch beschwor.
Im Bezug auf die vier Wochen vor dem Julfest hat sich der Julkranz bis heute erhalten. Zur Sonnenwende, zur Zeit des wiederkehrenden Lichtes, hatten die Vorfahren in fast jedem Haus den Turm- oder Julleuchter. Es wird eine Kerze auf dem Leuchter entzΓΌndet – als Symbol fΓΌr den Sieg des Lichtes ΓΌber die Dunkelheit, aber auch als Symbol fΓΌr den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen.

Die RauhnΓ€chte und die wilde Jagd
Die RauhnΓ€chte beginnen mit der ersten Nacht nach der Wintersonnenwende. Ihre Schutzpatronin ist die uns aus alten MΓ€hren bekannte Frau Holle oder Holla, welche je nach Region die FruchtbarkeitsgΓΆttin Freya oder die TotengΓΆttin Hel symbolisiert.
Für unsere Ahnen hatten die zwâlf RauhnÀchte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die TrÀume in diesen NÀchten Aufschluss über die Geschicke des nÀchsten Jahres geben. Es wurden in diesen NÀchten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten.
Die Tore zur Anderswelt sind in den zwΓΆlf NΓ€chten nach der Wintersonnenwende weit geΓΆffnet. Die wilde Jagd oder auch Aaskereia, reitet durch das Land. Im Klang des Windes und im Rauschen der kahlen BΓ€ume hΓΆrt man die Stimmen der Einherjer, die Hufe ihrer Pferde und das bellen der Hunde. AngefΓΌhrt werden diese finsteren Recken durch den Wallvater Wotan in seiner Funktion als Kriegs- und Totengott.
Im LΓ€rmen und Toben der auch heute noch traditionellen PerchtenzΓΌge finden wir eine deutliche Nachahmung der wilden Jagd und auch den Bezug zum ewigen Kreislauf des Jahreszyklus. Man sagt, β€ždas die Toten ΓΌber die Fruchtbarkeit gebieten.β€œ Die wilde Jagd reitet durch die Felder und auch der Boden ΓΌber welche die Perchten ziehen, soll im kommenden Jahr wieder reiche Frucht hervorbringen.

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Der Name des nordischen Totenreichs und der spΓ€teren TotengΓΆttin Hel kommt von β€žverhehlenβ€œ (verbergen). Damit hΓ€ngt auch der Name Frau Holles zusammen, der von β€žverhΓΌllenβ€œ abgeleitet ist. Den gleichen Hintergrund besitzt auch der Name Perchta, der von pergan (verbergen) abgeleitet ist. Das VerhΓΌllende, Verbergende zeichnet die weiblichen Gestalten als TotengΓΆttinnen aus und im wesentlichen entsprechen sich sicher Holle und Perchta. Sie weisen nur wenige, lokal bedingte Unterschiede auf.

So fΓΌhrt auch Holle die Schar der Huldren an. Diese Naturgeister, das Huldrevolk, sind identisch mit Landwichten. Die menschlichen Perchten oder Huldren im Umzug sind wiederum die Verwandelten, die Ahnenseelen und Naturgeister darstellen. In der Figur des Kobolds, der β€žKobeβ€œ, der dem Haus, der HΓΌtte β€žholdβ€œ ist liegt die vielleicht Γ€lteste Verbindung zwischen Ahnen- und Naturgeistern.
Viel naturverbundener, realitΓ€tsnaher, faß – und fΓΌhlbarer ist dieses uralte Brauchtum unseres Volkes gegenΓΌber dem fremden WΓΌstenglauben. Wir sehen und fΓΌhlen uns durch Generationen verbunden mit unsere Sippe und unseren Ahnen, im ewigen Kampf des Lebens.

Die Christenheit wartet auf ihren Heiland und beschwΓΆrt den Frieden fΓΌr die Welt. Der Heide wartet nicht auf etwas nicht greifbares, sondern schafft sich seine Welt und findet den Frieden im Inneren, im Zusammensein mit Seinesgleichen und im Bewusstsein seiner Herkunft und Kultur.

Dieses GefΓΌhl eines ZugehΓΆrigkeitsbewusstseins ist erfΓΌllender als jede Form von kurzweiliger Genussbefriedigung. Kehren wir wieder zurΓΌck zu unserer Lebensart und lernen wieder was feiern im Eigentlichen bedeutet und dass eine β€žgeweihte Nachtβ€œ keines Konsums bedarf.

In diesem Sinne wΓΌnschen wir von Germanitas Othala euch eine besinnliche Vorjulzeit, eine frohe Wintersonnenwende im Kreise eurer Lieben und dass euch die RauhnΓ€chte gute Kunde von kommenden Tagen bringen mΓΆgen. Gedenkt eurer Ahnen, den Helden vergangener Tage, denn ohne sie wΓ€ren wir alle nicht hier!
Heil Euch!