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Und hier ist es, dass vorerst letzte Werk vom Projekt NebelkrΓ€he, wir kΓΆnnen schon jetzt mit Sicherheit sagen, dass uns hier ein wichtiger musikalischer Teil wegfallen wird – aber Eins nach dem Anderen. Vor uns liegt das Album „Deutsches Requiem“ in einer strengen Limitierung von 333 Exemplaren. Ob sich eine Anschaffung fΓΌr den geneigten HΓΆrer lohnt, sollen folgende Zeilen klΓ€ren. Ergo, auf ins Gefecht!


Projekt NebelkrΓ€he verΓΆffentlichte seinen (vorerst) letzten Langspieler, mit insgesamt 11 Titeln, wobei die letzten zwei TonstΓΌcke bereits vorab auf dem „B.M.G -GemeinschaftstontrΓ€ger“ [von Germanitas Othala, unter altem Namen produziert 2017/18] zu hΓΆren waren und hier noch einmal als Bonus zu finden sind. PΓΌnktlich zum „Tag der deutschen Einheit“ erschien „Deutsches Requiem“ im grafisch sehr schΓΆn gestalteten Digipack ΓΌber Wolfmond Production. Auf ein Beiheft hat man wohl bewusst verzichtet, zum Einen sind die Texte auch so gut verstΓ€ndlich und zum Anderen findet sich dann immer eine BehΓΆrde, die etwas an Formulierungen und Inhalten zu meckern hat. Optisch jedenfalls ist „Deutsches Requiem“ durchaus gelungen, auch ohne viel Schnickschnack erfΓ€hrt der HΓΆrer, was ihn inhaltlich erwartet.


Die Titel entstanden in den Jahren 2013 bis 2020 und weisen so auch eine gewisse Reife auf, die sich im Klang hΓΆrbar wiederspiegelt und auch lyrisch kaum Fragen offen lΓ€sst. Der musikalische Stil ist dem treu geblieben, was man allgemein unter Projekt NebelkrΓ€he erwartet hΓ€tte, knallharte Riffs, brachial und gut abgestimmtes Schlagwerk, wenig Spielerei, zumindest im Bereich der Instrumente. Technisch versiert und ausgearbeitet, kommt fast jedes StΓΌck in heftigem Midtempo, was eine gewisse „Gewalt“ hervorruft. Die klassisch krΓ€chzende Stimme der NebelkrΓ€he macht ihrem Namen alle Ehre und unterstreicht die gewollten Aussagen, mindestens doppelt! Textlich bekommt die NebelkrΓ€he auf diesem Werk einiges an UnterstΓΌtzung, so hat M. Wilder einiges an Gedanken und Lyrik dazugesteuert. Auch B.K. und S.Y. seien (obgleich ich nicht genau weiß wem diese Initialen gehΓΆren) namentlich erwΓ€hnt, denn auch diese Herren leisten stimmlich und musikalisch einen großen Beitrag.Β 

Musikalisch harmonieren sie alle ganz offensichtlich hervorragend miteinander, vom ersten bis zum letzten Lied gehen Gitarren, Schlagwerk und Gesang (nennen wir es KrΓ€chzen) ineinander ΓΌber und ergΓ€nzen sich perfekt.Β 


Lyrisch rechnet Projekt NebelkrΓ€he mit den aktuell herrschenden UmstΓ€nden ab, nimmt kein Blatt vor den Mund und haut dem HΓΆrer schonungslos alle Ansichten vor den Latz. Wer also gutmenschlichen, neumodischen „Black Metal“ erwartet, sollte hier besser die Finger von lassen! Es wird abgerechnet, in jeder Zeile. Hass, Abneigung aber auch mΓ€chtig Kritik muss sich der moderne Zeitgeist gefallen lassen. Ehrlicher kann man die derzeitige Lage kaum bewerten, dies gepaart mit reichlich wohlklingender Abscheu, ergibt einen gelungene Mischung, die sich hier zurecht Schwarzmetall nennen darf.Β 

WΓ€hrend sich so manche Black Metal Formation auf lΓ€ngst durchgekaute Themen fixiert, so knΓΌpfen die Herren von PNK direkt am dahinsiechenden Zustand der Gesellschaft und des Landes ( in dem wir gut und gerne leben) an.Β 


Unser Fazit:

Der HΓΆrer und Interessierte, der hier thematisch und musikalisch bedient werden soll, muss sich auf eine geballte Ladung Kompromisslosigkeit einstellen, fΓΌr alle Zartbesaiteten ist dieses Werk nicht zu empfehlen. Klangvoll und dabei nicht ΓΌberproduziert, kritisch und hierbei nicht stumpf. PNK hat in seinem (wir hoffen nur zeitweise) letzten Werk einen perfekten Spagat kreiert. Musikalisch sauber und langzeitmotivierend und wie vorab schon erwΓ€hnt, inhaltlich passend, zur aktuellen Lage – hΓ€tten wir wohl auch kaum treffendere Formulierungen finden kΓΆnnen!


Abschluss: Wir mΓΆchten es uns an dieser Stelle nicht nehmen lassen und Frank, so wie dem Rest der Truppe, viel Erfolg auf dem weiteren Schaffensweg zu wΓΌnschen – ob privat, beruflich oder musikalisch! Wir danken Dir Frank, fΓΌr die langjΓ€hrige gute Zusammenarbeit und die Freundschaft! – In unitate firmitasΒ 

Β 

Rezension: Todfeind
Bilder Projekt NebelkrΓ€he