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So ein Jahr ist schnell vorbei, das spΓΌren vor allem die, die ein gewisses Alter erreicht haben, dass kann ein Mythos sein, die Wahrheit oder auch nur persΓΆnliches Empfinden. Nichtsdestotrotz befinden wir uns nun im Jahr 2020.
Große VerΓ€nderungen wird es nicht geben, vielleicht im Weltgeschehen, sicherlich aber nicht im kleinen Kreise der Black Metal Szene. Man tummelt sich weiter auf allen mΓΆglichen x-beliebigen Konzerten, gibt sich auf Diesen dann fΓΌr gewΓΆhnlich dem Vollrausch hin und weiß am nΓ€chsten Morgen eigentlich nicht mehr viel – so oder so Γ€hnlich wird es fΓΌr die Meisten innerhalb dieses Zirkels weiter gehen.

Wie einigen sicher schon aufgefallen sein dΓΌrfte, haben wir uns in der letzten Zeit, zumindest auf Konzerten weniger blicken lassen, die GrΓΌnde hierfΓΌr sind schnell genannt. Man kΓΆnnte es sogar in ein einziges Wort packen und hΓ€tte damit dennoch alles gesagt – ΓΌberdrΓΌssig! Ja, wir sind dieser Szene, ihren Mitstreitern und den meisten Protagonisten ΓΌberdrΓΌssig. Es ist nicht einmal der Mangel an Musik oder guten Kapellen, auch nicht die Orte, an denen besagte Konzerte stattfinden, es ist schlicht und ergreifend der Menschenschlag, der uns dazu veranlasst, uns auch kΓΌnftig weiter davon zu entfernen.

Das soll natΓΌrlich lΓ€ngst nicht alle Besucher und Konzerte betreffen, es gibt immer auch die Ausnahmen, welche jedoch die Regel nur bestΓ€rken. Wir sind da beileibe auch keine Seltenheit, in den verschiedensten GesprΓ€chen der letzten Wochen und Monate ist vor allem eins deutlich geworden, immer mehr Leute ziehen sich aus dem aktiven Konzerttourismus zurΓΌck, besuchen selektiv bestimmte Veranstaltungen und konzentrieren sich auf die wichtigen Dinge.
Familie, Gemeinschaft, Freundeskreis und Kultur.


NeujahrsvorsΓ€tze sind ebenso ΓΌberflΓΌssig, wie sie letztlich nur in den seltensten FΓ€llen auch umgesetzt werden, also haben wir mit unseren VorsΓ€tzen schon letztes Jahr begonnen und werden diese im Jahr 2020 nur weiter ausbauen.
Ob es nun Konzertbesuche sind, die dazugehΓΆrigen Berichte, die neuerdings wohl auch jeder Laie ins Internet rotzt oder eben der stetige Verfall, einer sich selbst nicht mehr ganz ernst zu nehmenden „Szene“, es spielt keine Rolle, wir werden es anderen gleich tun und uns auch zukΓΌnftig auf genau eins konzentrieren – Die Gemeinschaft! Es sind nΓ€mlich jene Momente, die einen Personenkreis enger zusammen schweißen, die kein Konzert der Welt kreieren kann, ob es nun kulturelle AusflΓΌge sind, gemeinsame Feiern oder das schlichte Natur genießen, mit Menschen, mit denen man sich auch wirklich beschΓ€ftigen will.

Ohne, die ganzen Personen, die bereits bei Band Nummer Drei besoffen an der EingangstΓΌr herum liegen, ihre Arme propellerartig herumwirbeln um jener Zeit huldigen, die sie nicht im Ansatz verinnerlicht haben und Jene, die alles nur noch spaßig, zur Belustigung und eigentlich nichts mehr ernst genug nehmen. Wenn man schon, bevor man ΓΌberhaupt das Konzert betritt, sprichwΓΆrtlich die Schnauze voll hat, weil genau die gleichen Armutsgestalten wie eh und je herumstolpern, dann sollte man sich einfach ΓΌberlegen, ob man „hier“ noch richtig ist.

Diese Frage haben wir uns gestellt und sind zu dem Ergebnis gekommen, lieber fernab solcher Rummelveranstaltungen unseren Weg zu finden. NatΓΌrlich wird Schwarzmetall immer ein Teil unserer Weltanschauung bleiben und natΓΌrlich werden wir auch kΓΌnftig das ein oder andere Konzert aufsuchen, jedoch nur sehr selektiv.

Das kann man jetzt wieder besonderes „elitΓ€r“ finden, sich darΓΌber sein Maul zerreißen oder einfach seine unqualifizierte Klappe halten, denn wir diktieren Nichts und Niemandem unsere Entscheidung auf, diese gilt fΓΌr uns als Gemeinschaft und fΓΌr sonst keinen! Wer auch weiterhin jede Kasperleveranstaltung mitnehmen will, der wird das ohnehin machen und das ist auch gut so, von irgendwas muss die Bierindustrie ja schließlich leben.

Dementsprechend werden selbstredend auch die Konzertberichte weniger, was aber kein Beinbruch ist, es gibt ja genug Schreiberlinge und jeder, der da war verfasst seit kurzem ohnehin ein paar mΓ€chtig „kreative“ Zeilen, mit mehr Grammatikholocaust als in der Waldorfschule aber das juckt auch niemanden.
Da kann man dann lesen, wie sturz betrunken man bereits auf der Hinfahrt war, wie peinlich man sich aufgefΓΌhrt hat und am Rande bekommt man auch ein oder zwei verwackelte Bilder der Bands zu sehen, eben alles hΓΆchst qualitativ.


Damit dΓΌrfte alles gesagt sein und wir fassen noch einmal kurz zusammen:
FΓΌr das Jahr 2020 wird man uns mehr im kulturellen, gemeinschaftsstΓ€rkenden Bereich wiederfinden, in der Natur, an historischen Orten und auf dem ein oder anderen Gruppentreffen mit befreundeten Organisationen. SelbstverstΓ€ndlich, sofern Interesse bei der ΓΌbrigen Leserschaft besteht, werden wir auch ΓΌber diese AusflΓΌge berichten, mit Bildmaterial und historischen HintergrΓΌnden.

Zum Abschluss wΓΌnschen wir allen Labels, Gruppierungen, Kapellen und Freunden ein gesundes und ereignisreiches Kampfjahr 2020!