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11220462_436242916560830_2313302173660104572_nDas Ahnenfest, auch Samhain genannt, ist eines der vier natur-religiΓΆsen Mondfeste des germanischen und keltischen Jahreskreises. Es handelt sich vorrangig um ein Totenfest, welches traditionell zum 11. Schwarzmond (unsichtbarer Mond) des Jahreskreises zum Abschied des Sommers gefeiert wird und zugleich das letzte Erntefest des Jahreskreises ist.

 

Seit einigen Jahrhunderten wird das Ahnenfest jedoch vielerorts stets in der Nacht zum 1. November gefeiert, was u.a. auf zwischenzeitliche Kalenderreformen zurΓΌckgefΓΌhrt werden kann. Infolge der Lage dieses Festes an der Schwelle zwischen Sommer und Winter, werden dann seit jeher Totenfeste gefeiert; denn zu dieser Zeit stehen die Tore zur sogenannten Anderswelt offen. WΓ€hrenddessen scheint eine Wanderung zwischen der Welt der Lebenden (Sidhe) und derjenigen der Toten (Anderswelt) mΓΆglich. Bis zum Ende der RauhnΓ€chte gelten die Tore zur Anderswelt als besonders durchlΓ€ssig.

Das Ahnenfest ist aber nicht nur den Toten selbst gewidmet, sondern auch den Totengâttern, die die Toten in ihrem Reich willkommen heißen und unter deren Schutz sie stehen. Im germanischen Sprachraum ist hier die Hulda, Holle oder Hel bekannt, eine Form der Erdgâttin in ihrer Gestalt als Herrscherin über das Totenreich. In südgermanischen Siedlungsgebieten wird sie auch Bercht oder Perchta, die Bergende, genannt. Ihr kânnen an diesem Tag auch Opfer in Form von Naturalien, Rauchwerk, Kerzen oder Àhnlichem dargebracht werden. Auch Wodan und Freyja, die ebenfalls über die Toten herrschen, kann an diesem Tag geopfert werden.

Das Ahnenfest steht auch in Zusammenhang mit dem Einheriar-Fest, welches ΓΌblicherweise zum 11. Vollmond des Jahres abgehalten wird.
Papst Gregor IV. ließ dieses traditionell-religiΓΆse Fest dadurch christianisieren, indem er im Jahre 837 den 1. November als Feiertag Allerheiligen und den Folgetag als Allerseelen festlegen ließ. Der Begriff β€žHalloweenβ€œ wurde erst im 16. Jahrhundert eingefΓΌhrt. Die Bezeichnung erklΓ€rt sich aus den englischen WΓΆrtern β€žhallowβ€œ (altengl. β€žheiligβ€œ) und β€ževeβ€œ (engl. β€žder Vorabendβ€œ), also: der Abend vor β€žAllerheiligenβ€œ.

Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als β€žAll hallows eveβ€œ bezeichnet, das sich spΓ€ter zu HalloweΒ΄en bzw. Halloween entwickelte. Durch irische Auswanderer wurde das Halloween-Fest an die amerikanische OstkΓΌste gebracht. Heute wird Samhain als Halloween in Teilen Europas und Irlands in der Nacht zum 1. November gefeiert. Es gilt als Fest des SpΓ€therbstes, als Mitte des keltischen Jahres. Die weit verbreitete These, es sei das Fest des keltischen Jahresanfangs, geht auf John Rhys zurΓΌck; seine Behauptungen sind allerdings wenig schlΓΌssig, der Jahresbeginn war wohl, wie ΓΌberall bis zur EinfΓΌhrung des Julianischen Kalenders, der 1. oder der 25. MΓ€rz, wie auch heute noch am Osterfest das christliche Kirchenjahr beginnt. Das Fest entspricht weitestgehend dem gallischen β€žTrinox Samonisβ€œ welches von den historischen Kelten Anfang November begangen wurde und auch im Kalender von Coligny erwΓ€hnt wird. Bei den Schotten entspricht Samhain weitestgehend dem Fest β€žFΓ©ile na Marbhβ€œ sowie in Wales β€žNos Galen-gaeofβ€œ.

Heute wird in Europa vielerorts eine primitive, weitgehend kommerziell ausgerichtete Variante des Samhain-Festes namens Halloween sozusagen als β€žReimportβ€œ aus den Vereinigten Staaten begangen. Kinder schnitzen dabei in KΓΌrbisse Fratzen, die von Kerzen ausgeleuchtet werden, und ziehen um die HΓ€user, um Süßwaren zu erbetteln.
Wir gedenken heute unserer Ahnen, wie auch diese ihrer VorvΓ€ter gedachten.
Tradition zerschlΓ€gt den falschen Zeitgeist!

In diesem Sinne wΓΌnschen wir, von Germanitas Othala ein geruhsames Ahnenfest im Kreise eurer Freunde und Familien!

In unitate Firmitas-In der Einheit liegt die StΓ€rke!