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Ende Mai erblickte das nunmehr zweite Vollwerk der Herren aus Karlsruhe, die sich unter dem Namen „Flak“, seit 2014 einen Namen im Schwarzmetall machten, die Welt. Erschienen ist das neue Album ΓΌber „Ewiges Eis Records“. Die vorangegangenen Werke erschienen hingegen bei Purity Through Fire. Insgesamt wurden von Flak bisher drei musikalische Erzeugnisse verΓΆffentlicht. Im Jahr 2014 erschien ihr DebΓΌtwerk „Eiserne Legion“, drei Jahre spΓ€ter der Zweiteiler “ 1914/1918″ mit „Minenwerfer“ und zu guter Letzt in diesem Jahr, „Tausend Tonnen Panzerstahl“. Was das gute StΓΌck zu bieten hat, klΓ€ren wir in den folgenden Abschnitten.


Flak, bestehend aus „Wintersonne“, seines Zeichens die Stimme und Gitarre, sowie „Seelenbrand“, welcher das Schlagwerk ΓΌbernimmt, haben sich in dieser erneuten VerΓΆffentlichung ganz einer gewissen Thematik hingegeben. „Tausend Tonnen Panzerstahl“ ist quasi eine Hommage an die Ingenieurskunst, deutscher Kriegsmaschinen. Es werden allerdings nicht nur die schweren GeschΓΌtze thematisiert, aber eins nach dem Anderen.

Wenn man es richtig betrachtet, ist „Tausend Tonnen Panzerstahl“ eigentlich sogar der erste richtige Langzeitspieler der Formation, wΓ€hrend das Erstlingswerk lediglich ΓΌber sechs Titel verfΓΌgt, somit eine EP ist, werden dem HΓΆrer hier 10 Titel geboten, wovon zwei als Bonus deklariert und ΓΌberarbeitet erschienen. Insgesamt knapp 36 Minuten, werden wir mit feinsten KlΓ€ngen versorgt. Fast ein bisschen kurz, denn wenn man sich einmal hineingehΓΆrt hat, kann es gut passieren, dass die 36 Minuten rasend schnell vergehen.

Wie Eingans bereits erwΓ€hnt, ist bei „Tausend Tonnen Panzerstahl“ bereits im Namen das Albumkonzept mehr als deutlich benannt. So widmen sich die Herren von Flak, beinahe vorrangig der deutschen Kriegsmaschinerie, jedoch werden nicht nur die grâßten und bekanntesten Schlachtwerkzeuge benannt und besungen, sondern auch eher kleinere und trotz allem, immens wichtige und fΓΌr die Schlacht entscheidende Kampfwagen. Die ErΓΆffnung findet mit allerhand KriegslΓ€rm und tiefen, reißenden Gitarren statt, das Schlagwerk erinnert bei „Die schwere Kompanie“ beinahe an Death Metal alter Schule. Schleppend, dann treibend und rhythmisch mit einigen „breakdowns“, die besagten Tempowechsel einlΓ€uten. Auch die Stimme wird im Eingang offensichtlich tiefer gehalten, wΓ€hrend sie im Verlauf des StΓΌckes in gewohnter Schwarzmetallmanier erklingt.

Auch in den darauffolgenden StΓΌcken ist ein stetiger Rhythmuswechsel zu hΓΆren, der vorwiegend vom Schlagzeug eingeleitet wird. Die dazugehΓΆrigen, sehr stimmig wirkenden Riffs sind abwechslungsreich und untermalen hervorragend das Gesamtgeschehen. Insgesamt findet hier eine sehr gelungene Symbiose beider Instrumente statt, die sich gegenseitig vorzΓΌglich ergΓ€nzen.

Der Gesang ist stets hervorgehoben, Kenner und Liebhaber werden sich auch nicht sonderlich schwer tun, die Texte zu verstehen und falls es doch einmal nicht so klappen sollte, bietet das sechsseitige Beiheft die passenden Textzeilen.

Zum Inhalt kann man eigentlich nur sagen, die Texte sind eine Hymne – nicht unbedingt Goethe, aber auch nicht stumpf oder gar primitiv – an die wohl effektivsten und besten KriegsgerΓ€te des letzten großen VΓΆlkerringens!

NatΓΌrlich ließen sie es sich nicht nehmen auch das wohl wahnwitzigste Konzept der Deutschen zu thematisieren, den Landkreuzer „P 1000 – Ratte“, wobei hier textlich auf die Eckdaten des Monstrums eingegangen wird.

ZusΓ€tzlich packten Flak, die Titel „Eiserne Legion“ und „Pervitin“ mit auf den Langspieler, musikalisch und klangtechnisch ΓΌberarbeitet. Diese zwei StΓΌcke erschienen bereits auf der EP aus dem Jahre 2014.


FΓΌr Sammler erschienen die ersten 33 Exemplare in einer aufwendig gestalteten Holzbox, die sich auch inhaltlich durchaus sehen lassen konnte. Beigelegt wurden unter anderem der dazu passende AufnΓ€her, ein Metallpin und eine verschossene PatronenhΓΌlse.

FΓΌr alle anderen gab es die Jewelcase-Version, in der Aufmachung allerdings identisch, wobei in der Holzbox auf eine HΓΌlle aus Plastik verzichtet wurde und die CD quasi die Holzbox als schΓΌtzende HΓΌlle spendiert bekam.


Fazit:

Die lange Wartezeit auf das neue Werk wurde entlohnt, sowohl optisch, als auch akustisch und vor allem inhaltlich bietet „Tausend Tonnen Panzerstahl“ wahrhaftigen Schwarzmetall, der themenbasierter nicht hΓ€tte ausfallen kΓΆnnen.

Es ist, um es exakt zu beschreiben die perfekte Kombination aus finsteren KlΓ€ngen, die einem die Schrecken des Krieges nΓ€her bringen und den mΓ€chtigen Kampfmaschinen die das Schlachtfeld je gesehen hat. Bei jedem Liebhaber beider Themengebiete, dΓΌrfte hier ein Nerv getroffen worden sein!

Wer sich dieses Werk noch nicht im heimischen Regal platzieren konnte, sollte dies dringend nachholen! Von uns gibt es jedenfalls eine klare und ausdrΓΌckliche Empfehlung!

Rezension: Todfeind
Bilder: GOSB, Ewiges Eis Records, Flak