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Da war es wieder soweit, dass nunmehr 15. Metal Massacre lud am 06. April zur Schwarzmetallnacht und fuhr einiges an großen Geschützen auf. Hohe Erwartungen stellten vermutlich nicht nur wir, sondern auch viele der anwesenden Zuhârer, ob diese erfüllt werden konnten, sollen die folgenden Zeilen nÀher beleuchten.


Über die Γ–rtlichkeit muss man wohl kaum noch etwas sagen. Angenehme Umgebung mitten im Erzgebirge, großartiges Publikum und professionelle Thekenmitarbeiter, die zusammen mit den Organisatoren ihr Bestes gaben.

Ohne weitere Umschweife kommen wir aber direkt zu den musikalischen Darbietungen.


Ad Mortem:

Die Zschorlauer Viermannschmiede gaben an diesem Abend den Einstand und erΓΆffneten das Metal Massacre Nummer 15. Bisher konnten zumindest wir, die Formation nur auf TontrΓ€gern genießen und somit war dieser Auftritt ein persΓΆnlicher kleiner HΓΆhepunkt. GrundsΓ€tzlich gilt wohl auch in dieser Kapelle – „Wo Henker mitspielt, kann nur gutes bei raus kommen“. Dieser Aussage wurden Ad Mortem in vollem Umfang gerecht, obgleich man hier natΓΌrlich festhalten muss, dass alle Mitglieder hervorragendes Musikwerk verrichteten. Mit Titeln wie „Tenebris Saeculum“ und dem Klassiker von SEK „Mehr NΓ€gel fΓΌr das Schwein“ heizten die Herren auf der BΓΌhne dem anwesenden Publikum ordentlich ein. Musikalisch und instrumentalisch absolut versiert und in jeder Sekunde perfekt abgestimmt und konzentriert, vermittelten Ad Mortem einen durchweg soliden Eindruck, der aufgrund des im mittleren Tempo angesiedelten Schwarzmetalls so einige KΓΆpfe und Nacken in Wallung brachte.

Die kraftvolle Stimme unterstrich die GesamtaggressivitΓ€t und verlieh Ad Mortem das gewisse Etwas. Einen besseren Einstieg hΓ€tte man wohl kaum erwartet und um ehrlich zu sein, wΓ€ren diese vier Herren ebenso als Hauptakt der Veranstaltung zu empfehlen gewesen.

Hier blieb kein Kopf ruhig, keine Hand an seinem Platz und kein Fuß ruhig auf dem Boden stehen – Ad Mortem haben alle, zuvor hoch gesteckten Erwartungen mit Bravur bestΓ€tigt.


Kraake:

Die tschechische Kapelle Kraake führten an diesem Abend den gelungenen Einstieg ihrer vorherigen Kollegen fort und boten ein musikalisches Spektakel, dass sich gewaschen hatte. Prinzipiell kann man sie schon beinahe zum alten Eisen zÀhlen und das macht sich in ihrer Bühnendarbietung deutlich bemerkbar. Optisch angepasst in mittelalterlicher Robe und mit Hühnerfüßen um den Hals, kreischt Fjord den blanken Hass ins anwesende Publikum.

Das durchweg treibende Tempo untermalt indess die lyrischen Aggressionen und bietet ein breites Spektrum an Tonkunst der alten Schule. Kalt, hasserfΓΌllt und mit keiner guten Silbe gen Menschheit.

Technische ProfessionalitÀt hârte man in jeder Minute ihres Auftritts heraus und überzeugten damit wohl auch den letzten Zweifler. Trotz des etwas lichteren gewordenen Publikums, genossen diese Herren sichtlich die Anwesenheit im Erzgebirge und ließen es sich zum Ende nicht nehmen, ein gemeinsames Foto auf der Bühne zu schießen. Hier blieb kein musikalischer Wunsch offen, ein grandioser Auftritt.


Askeregn:

Die Formation, welche zeitgleich eine Kooperation aus Tschechien und Deutschland darstellt, mit weiblicher Stimme am Mikrofon, sollten an diesem Abend die dritten im Bunde sein. Bereits auf dem Eternal Hate Fest und auf vielen weiteren Konzerten durfte man Askeregn bestaunen, was ihnen selbstredend einiges an BΓΌhnenerfahrung zu Teil werden lΓ€sst. Abwechslungsreiche musikalische, wie auch textliche Darbietung boten sich den anwesenden GΓ€sten in brachialer und ausgefeilter Form. KrΓ€ftige, teils schleppende Abschnitte, die mit brutaler weiblicher Stimme ergΓ€nzt wurden, wechselten sich mit rhythmischen und vorantreibenden Stellen ab.

Die HΓΆrerschaft wΓΌrdigte das musikalische Schauspiel mit allen Mitteln und schien darΓΌber hinaus mehr als zufrieden gestellt.

 

Mit Titeln wie „Der schwarze Tod“, der nur einer von vielen guten Werken des Abends darstellte, brachten Askeregn die Menge zum kochen und standen ihren Vorbands in keiner Weise nach. Ein akustisches Erlebnis, dass mit weiblicher Stimme zu ΓΌberzeugen weiß.


Runenwacht:

Zu guter Letzt besetzten die Esslinger Runenwacht die BΓΌhne. Mittlerweile stiegen die Temperaturen im Raum auf Backofenniveau und die mitgebrachten Fackeln unterstΓΌtzen dies zusΓ€tzlich, so dass die sprichwΓΆrtliche HΓΆlle los brechen konnte.

Die zwei Herren Rex und Sturmkaiser verfΓΌgen ΓΌber einiges an BΓΌhnenerfahrung und wissen ihr Talent einzusetzen. Sie mussten diesmal auf ihren Bassisten als VerstΓ€rkung verzichten, da dieser mit seiner eigenen Kapelle an einem anderen Ort spielte. Das bescherte Runenwacht aber keinerlei Abbruch, da sie auch als Zweimann-Gespann durchaus soliden Schwarzmetall zelebrieren.

In gewohnter Manier knΓΌppelten sie altbewΓ€hrte und aktuelle Titel ihrer bisherigen VerΓΆffentlichungen unters Volk. Titel wie „der alte Baum“, seht den Flug des Raben“ oder „Runenwacht“ sorgten fΓΌr reichlich Stimmung und HaareschΓΌttler.

Fast schon traditionell boten sie der aufgeheizten Menge noch drei Zugaben und schlossen den Abend ebenso grandios ab, wie er mit Ad Mortem begonnen hatte


Unser Fazit:

Das beinahe familiΓ€re Ambiente, die Natur und natΓΌrlich die musikalischen und optischen Aspekte, jeder einzelnen Kapelle, machen das Metal Massacre immer wieder zu einem echten Erlebnis. Gute GesprΓ€che, gute Musik und BockwΓΌrste – mehr braucht es nicht.

Wir hatten sichtlich Spaß und eins dürfte klar sein, auch auf kommenden Veranstaltungen im Erzgebirge werden wir uns unter das Publikum mischen.

Vielen Dank, dass wir erneut Teil dessen sein durften und bis zum nΓ€chsten Mal!

 

 

 

 

Bericht: Todfeind
Bilder: Eirikr