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Begriffsklรคrung des Germanitas Othala Wappens:

Den Kopf des Banners unserer Bruderschaft ziert die Irminsul, welche folgenden Deutungsgehalt hat:
Die Irminsul (die โ€žemporgeschossene Sรคuleโ€œ, germ.: irmin, erman: groรŸ) oder auch Irmensรคule oder Irmensul war ein altsรคchsisches Hauptheiligtum und wird als eine groรŸe Holzsรคule beschrieben.
Es schreibt Johann Michael Kratz, Hildesheim, im Jahr 1840 in seinem Buch Der Dom zu Hildesheim folgende Sรคtze:
„Was den Namen Irminsรคule betrifft, so bezeichnet man damit jene altertรผmlichen Sรคulen, welche dem deutschen Freiheitsritter Hermann zu Ehren von den Germanen an mehreren Orten waren errichtet worden. Bald nach seinem Tode errichtete man ihm Tempel und Sรคulen. โ€“ Die Sรคulen trugen ein Standbild, welches ihn mit den Insignien eines Kriegsgottes vorstellte und waren zugleich Denkmale der Huldigung, welche die freigewordene Nation dem Andenken ihres hoch gefeierten Helden gewidmet hatte.“

Die Irminsul symbolisierte aber ebenfalls, nach den Quellen der germanischen Mythologie, den Weltenbaum und ist mit der Weltenesche Yggdrasil aus der Edda und dem immergrรผnen Kultbaum des Wikingertempels von Uppsala zusammenhรคngend zu betrachten.

irminsul

Im Zuge der Zwangschristianisierung der Sachsen wurde die sรคchsische Irminsul durch die Franken โ€“ unter Karl dem GroรŸen โ€“ gefรคllt. รœber dieses Ereignis, seine Hintergrรผnde und Wirkung, haben wir bereits in einem vorangegangenem Artikel berichtet. Den Beginn der Christianisierung der germanischen Vรถlker kennzeichneten somit schon Frevel und kulturelle Verfremdung, welche sich unaufhaltsam durch die folgenden Jahrhunderte fortsetzten. Fรผr uns symbolisiert sie daher รผberaus treffend, den Kampf und Widerstand gegen die christliche Werte und Normen.
Aus philosophisch-religiรถser Sicht ist die Irminsul als Symbol der Weltensรคule, Ausdruck der Verbunden- und Durchdrungenheit des Menschen und aller Schรถpfung mit den gรถttlichen Krรคften des Kosmos und stellt die Orientierung an den ewig gรผltigen kosmischen GesetzmรครŸigkeiten dar.
Die Weltensรคule ist die Verbindungsachse zwischen den beiden gegensรคtzlichen Polen Himmel (Geist) und Erde (Materie), sie ist das Sinnbild der Einheit von spiritueller und materieller Welt โ€“ der Einheit von Mensch und Natur mit dem Gรถttlichen.
Kommen wir nun zu der Basis unseres Wahrzeichens, dem „eisernen“ bzw „deutschen“ Kreuz:
Das Eiserne Kreuz fuรŸt auf dem Zeichen des Deutschen Ordens, ein schwarzes Tatzenkreuz auf weiรŸem Grund.
In Anlehnung an das Zeichen des Deutschen Ordens hatte Kรถnig Friedrich Wilhelm III. von PreuรŸen 1813 zum ersten Mal den Orden des โ€žEisernen Kreuzesโ€œ verliehen.
Er stiftete es zum Andenken an seine damals schon verstorbene Frau, Kรถnigin Luise von PreuรŸen, die fรผr ihren Einsatz im Befreiungskrieg der Deutschen gegen Napoleon ab 1805 bekannt war. Der Geist der Befreiungskriege spiegelt sich in der Verleihung des Ordens wider. Ohne Unterschied im Rang wurde diese Auszeichnung an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verliehen.

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1870, 1914 und 1939 wurde es im gleichen Geiste wieder aufgelegt. Das schwarze, silberumrandete Kreuz aus Eisen wurde, gleichzeitig mit dem Aufruf โ€žAn mein Volkโ€œ, am 10. Mรคrz 1813 von Kรถnig Friedrich Wilhelm III. gestiftet und 1870, 1914 und 1939 als Tapferkeitsorden erneuert.
Das Symbol des Tatzenkreuzes ist schon bei den frรผhesten indogermanischen Kulturen vorzufinden. Als Kriegsauszeichnung spiegelt es treffend alle preussischen Werte wieder, wie FleiรŸ, Tapferkeit, Aufrichtigkeit, Pรผnktlichkeit, Zuverlรคssigkeit und ein ganz spezifisches Empfinden und Ausleben von Ehr und Wehrhaftigkeit. Diese Eigenschaften spielen fรผr uns und unsere Gemeinschaft eine essentielle Rolle und sind uns Fundament und Richtwert zugleich.

Die Verleihung des Eisernen Kreuzes an alle Stรคnde und Rรคnge, ohne die sonst รผblichen Vorbehalte, ist ein weiterer wichtiger Identifikationspunkt mit unserer Gemeinschaft, stehen wir doch als Brรผder, alle Seite an Seite ohne jegliche Klassenunterschiede.

รœber dem eisernen Kreuz und der Irminsul thront die germanische Rune Othala, in der Allgemeinheit unter ihrem schwedischen Namen Odal bekannt. Diese Rune des รคlteren Futharks steht fรผr das Erbe unserer Ahnen, all jenen groรŸen Weltanschauungen und Werten die diese gelebt und uns heute hinterlassen haben und zu denen wir uns bekennen und welche wir als Einzelpersonen, aber auch als Bruderschaft, zu leben, zu bewahren und zu erhalten suchen. Weiterhin gilt sie als Symbol der Verwurzelung in der Heimat, die einem jedem unserer Mitglieder zu eigen und ebenfalls eine Eigenschaft ist, die unsere Bruderschaft reprรคsentieren mรถchte, in dem sie auch betont den deutschen Schwarzmetalluntergrund unterstรผtzt. Zu guter Letzt steht Othala ebenfalls dafรผr, dass der ich-bezogene Egoismus, der weite Verbreitung in unserer Zeit erfรคhrt, durch ein gemeinschaftliches Denken und Handeln ersetzt wird. Eigenschaften die essenziell fรผr eine funktionierende und frรผchtetragende Bruderschaft und Gemeinschaft sind.
Die Symbiose von eisernem Kreuz, der Irminsul und der Rune Othala beschreibt fรผr uns alles woran wir glauben, was wir hoffen und wohin wir streben wollen. Es gilt dieser hohen Symbolkraft gerecht zu werden und sie gemeinschaftlich zu verkรถrpern und auszufรผllen!

 

Text: Todfeind, Eirikr
Bilder: Germanitas Othala