Halphas, Streams Of Blood und Schrat – Konzertbericht

Am vergangenen Sonnabend (15.09.2018) bot der Erfurter „Club From Hell“ seinen Besuchern wieder etwas ganz besonderes, die „Dawn of Chaos“ Tour der drei Formationen Halphas, Streams Of Blood beide aus Hessen und Schrat aus Bayern. Es sollte laut und heiรŸ werden an diesem Abend…
Die ร–rtlichkeit: Fรผr beinahe jeden Konzertgรคnger, ob Thรผringer oder nicht, dรผrfte der „Club From Hell“ weit รผber alle Grenzen hinaus bekannt sein. Erstklassige Bands, hervorragender Klang und gewohnt gelungenes Ambiente. Jedes mal erneut einen Besuch wert.
Halphas: Die fรผnfkรถpfige hessische Formation sollte an diesem Abend den Anfang machen, sah sich aber einer bis zu diesem Zeitpunkt lichteren Besucheranzahl gegenรผber stehend – was ihnen jedoch in keiner Weise einen musikalischen oder motivierten Abbruch bescherte, ganz im Gegenteil. Mit ihrer rohen Black Metal – Mischung aus Satanismus, Chaos und Tod heizten sie als Einstand schon mรคchtig ein! Hรคmmernde Parts, in Mark und Bein dringendes Geschrei, รผbergehend zu rhythmischen und teils melodischen Abschnitten, boten ein breites Spektrum an mitreiรŸender Unterhaltung. Kein Titel glich dem vorherigen und man รผberraschte mit inhaltlicher sowie musikalischer Vielfalt, sodass diese Herren als Erรถffner ein brachiales Werk abhielten, welches Lust auf mehr machte. Mit bisher zwei Werken und dem zuletzt verรถffentlichten Vollalbum „Dawn of a Crimson Empire“ aus dem Jahre 2017 hat man auch fรผr den hรคuslichen Genuss einiges an Klangmaterial!
Streams of Blood: Die ebenfalls aus dem Hessenland stammende Truppe ist bekannt fรผr ihren „Brutal Anti-Human Black Metal from Germany“ und zelebriert diesen auรŸerordentlich authentisch. Thymos macht inhaltlich gewaltig Dampf und wird von den รผbrigen Herrschaften, technisch versiert, optimal unterstrichen. Wir durften die Kapelle schon einige Male live erleben und wussten bereits was uns erwarten wรผrde, mit entsprechend hohen Erwartungen gingen wir an diesem Sonnabend zu besagtem Konzert. Spielerisch absolut รผberzeugend, obgleich ihnen die Technik ab und an Streiche spielte. Das Publikum taute allmรคhlich auf und Thymos forderte die Besucher auf, „etwas nรคher“ an die Bรผhne heran zu treten. Hรถchst motiviert bretterten Streams Of Blood einen Titel nach dem anderen herunter und lieferten mit einem „Judas Iscariot“ Cover (An Eternal Kingdom Of Fire) einen echten Klassiker ab! Mit insgesamt fรผnf Werken seit 2009 besteht auch hier ausreichend musikalisches Gut, sowohl fรผr Liveauftritte als auch fรผr den heimischen Plattenspieler. Vom Erstlingswerk spielten sie unter Anderem den Titel „Deepest Abyss Of My Soul“, welchen wir fรผr einige Minuten auf Video bannen konnten.

Schrat: Zu Guter Letzt spielten die fรผnf Augsburger auf und lieferten ein fast episches Musikerlebnis an diesem Abend. Technisch absolut aufeinander abgestimmt, keinerlei (hรถrbare) Fehler und die รผberzeugende Darbietung „Draggs“ lieรŸen eine hervorragende Gesamtstimmung aufkommen. In einigen Liedern wechselten sich klassisches „Geschrei“, kombiniert mit klarem Gesang ab und boten so einen deutlichen stimmlichen Tiefgang. Mit Titeln wie zum Beispiel „Knochenkult“ von der 2015 verรถffentlichten „Artefakt“ EP und „Kriegsgericht“ von der 2011er Platte „Schattenwahn“, sorgten sie fรผr ein ordentlich breitgefรคchertes Live – Erlebnis. Schrat sind seit dem Jahreย  2003 aktiv und verรถffentlichten bis heute fรผnf Werke. Ihr musikalisches und technisches Verstรคndnis, welche durch jahrelange Zusammenarbeit verfeinert wurde, konnte man an diesem Abend sehen und hรถren!
Fazit: Fรผr nur 15โ‚ฌ (Abendkasse) boten Halphas, Streams Of Blood und Schrat ein hรถchst professionelles, musikalisches und optisches Erlebnis welches einen Besuch mehr als rechtfertigte. Die anwesenden Gรคste und Zuhรถrer wรผrdigten dies mehrfach mit Beifallsbekundungen und auch wir wurden von allen drei Kapellen vรถllig รผberzeugt.