Flak, Ruhmreich, Nordglanz und Goatmoon – Konzertbericht

Vergangenen Sonnabend (26.05.18) brannte die Erde und nicht nur die รถrtlichen Temperaturen sollten dazu beitragen! In Dunkeldeutschland, welches nun mehrfach bekannt fรผr politisch inkorrekte Konzertabende ist, lud NSL erneut zum Appell und versammelte gut 150 aufgeheizte Schwarzmetallhรถrer! Dieses mal wurden, nach einer lรคngeren Winterpause, extra groรŸe Geschรผtze aufgefahren um der Hitze auch musikalisch gerecht zu werden.

รœber den Austragungsort muss nicht viel gesagt werden, den meisten Gรคsten dรผrfte er bereits bekannt sein und wie eh und je gab es Speis und Trank zu moderaten Preisen und dem Wetter angepasst befand sich der Verkaufsstand diesmal unter freiem Himmel. Zugegeben war es beinahe egal wo man sich aufhielt, die Sonne brachte wohl jeden anwesenden zum schwitzen, die folgenden Auftritte sollten ihren รผbrigen Beitrag dazu leisten.


Flak:

Die Erรถffnung an diesem Abend รผbernahm die deutsche Kapelle FLAK. Ohne groรŸe Worte legten sich die Herren ordentlich ins Zeug und bretterten einige ihrer bekannteren Titel der Menge entgegen. Fรผr uns war dies der erste Liveauftritt der Formation und รผberzeugte mit spielerischem Kรถnnen und ordentlicher Hingabe. Das noch nicht ganz angekommene Publikum zรถgerte noch ein wenig, lieรŸ sich aber durchaus hinterm Ofen hervorlocken. Kurz und knackig leisteten FLAK hervorragende Einstimmungsarbeit ohne Schnรถrkel!


Ruhmreich:

Ruhmreich, wohl eine besondere Perle die noch nicht allzu lang das Firmament des Black Metal bereichern und wohl auch ihren ersten Auftritt vor Publikum an diesem Abend hatten. Man kannte natรผrlich einige Titel bereits von vorangegangenen Verรถffentlichungen, was uns aber live geboten wurde, ist kaum Vergleichbar. Neu interpretierte Coverversionen einiger RAC Formate im brachialen Gewand feinsten Schwarzmetalls! Erรถffnet wurde ihr Auftritt mit einem Stahlgewitter Cover mit dem Titel „Pervers und Abnormal“. Baldur von S., die Stimme der Zweimannschmiede brรผllte mit einer enormen Portion Hass in die Halle und zog umgehend den Hรถrer in seinen Bann. Es folgten „Das Erwachen des Sonnenvolkes“, „Der Untergang des alten Reiches“, „Ancient Lines“, „Goldenes Zeitalter“ und „Wohnungsnot & Steuergelder“ ein weiteres SG-Cover! Spรคtestens ab hier begann es ordentlich zu lodern im Gebรคlk und auch die schwitzende Masse zollte Ruhmreich entsprechenden Tribut. Politisch vรถllig unkorrekt, grundehrlich und provokativ, eine feine Kombination.


Nordglanz:

Die hessische Formation dรผrfte wohl auch รผber jedwede Landegrenze hin bekannt geworden sein und der ein oder andere hat sie sicher schon auf etwaigen Veranstaltungen sehen dรผrfen. Auch fรผr uns war es nicht das erste Mal, Nordglanz live sehen zu dรผrfen. Die vier Herren sind seit vielen Jahren musikalisch aktiv und bringen die entsprechende Bรผhnenerfahrung gleich mit. Ihre Erfahrung war hรถr- und sichtbar. Nordglanz bedient sich verschiedenster musikalischer Elemente und ob man sie eindeutig dem (vรถlkischen) Schwarzmetall zuordnen sollte oder kann, ist wohl jedem selbst รผberlassen. Ob typische Black Metal Parts, Paganeinflรผsse oder auch RAC-Elemente, hier dรผrften einige Geschmรคcker auf ihre Kosten kommen und eines sei gesagt, Nordglanz brachten die Hรผtte ordentlich in Wallung und wirklich niemand konnte sich รผber mangelnde Hingabe oder Authentizitรคt beklagen. Klassiker wie „Wolgawinter“, „Wotan strafe England“ oder zum krรถnenden Abschluss „Der Schwarzen Sonne zugewandt“ sorgten รผber die gesamte Spielzeit fรผr brennende Luft! Die Mehrheit der anwesenden Gรคste schien textsicher und sang ausgiebig mit. Fรผr uns einer der besten Auftritte der hessischen Tonschmiede!


Goatmoon:

Die Finnen von Goatmoon sollten wohl an diesem Abend sรคmtliche Normen sprengen und das taten sie, in bester und gewohnter Manier! Es war bereits spรคt, drauรŸen kรผhlte es nun endlich ab, im Innenbereich stieg die Temperatur jedoch erheblich an und die Herren aus Finnland leisteten dazu einen erheblichen Beitrag! Es ist wohl die Mischung aus einprรคgsamen Texten, Riffs und dem Gesamtrhythmus, die die Menge schier ausrasten lieรŸ. „Voitto Tai Valhalla“ erรถffnete das Geschehen und beinahe alles was man von Goatmoon an „Klassikern“ kannte wurde gespielt und in keiner einzigen Minute beruhigte sich die Masse. Ohne รœbertreibung kann man getrost festhalten, sie waren ein wรผrdiger Abschluss des Abends und jeder, der Goatmoon einmal live erleben durfte weiรŸ, was einem hier an musikalischem Talent geboten wird. Ob auf Platte oder auf der Bรผhne, die langjรคhrige Erfahrung der einzelnen Protagonisten lassen jeden Auftritt zu einem echten Erlebnis werden! Black Goat Gravedesecrator, Stimme und Frontmann der Liveformation wusste, die Masse in seinen Bann zu ziehen und sorgte fรผr ordentlich gewalttรคtige Stimmung. Auch das Publikum schenkte sich nichts und so gab es beim eskalieren auch mal eine blutige Nase! Fรผr uns war es ein wiederholtes Erlebnis und nach jedem dieser Auftritte mรถchte man sie am besten, kรผnftig jedes Wochenende hรถren und sehen, in der BRD (dem freiesten Staat auf deutschem Boden) leider undenkbar.


Fazit:

HeiรŸ, heiรŸer, NSL – Konzerte! Die Veranstalter haben sich erneut selbst รผbertroffen, dies war auch an der Besucherzahl deutlich zu erkennen, denn ganz offensichtlich kam jeder der eine Einladung erhielt, dieser auch nach. So fanden sich gut und gerne 150 Gรคste zusammen und das allein sollte schon Auszeichnung genug sein. Wir sind dankbar, erneut dabei gewesen sein zu dรผrfen. Ein groรŸes Lob an alle anwesenden Bands, Bedienungen, Grillmeister und sonstige Mitwirkende, auch diesmal lief alles wie am Schnรผrchen, wie gewohnt professionell und erstklassig.

Besten Dank auch an „Wรถlfchen Art“ die sich fรผr uns erneut ins Getรผmmel drรคngte, um das Beste auf Bildern festzuhalten! Die Ergebnisse seht ihr im Bericht!