„Syndrom Einsamkeit“ – Liveauftritt im Proberaum Frankenberg!

Anlรคsslich eines Wiegenfestes am 29. April 2018 lud man Black Metal Germania zu einer sehr besonderen Feierlichkeit in den Proberaum Frankenberg ein, welcher wir natรผrlich nachkamen. Nicht nur, um das Geburtstagskind zu beglรผckwรผnschen sondern auch aus dem Anlass heraus, dass „Syndrom Einsamkeit“ einen wohl einzigartigen Auftritt planten.

 

Die ร–rtlichkeit:

Der Proberaum Frankenberg ist ein, vor lรคngerer Zeit, verwirklichter Traum verschiedenster Musiker aus dem Umland von Frankenberg. Um sich musikalisch entfalten zu kรถnnen, einen geeigneten Rรผckzugsort fรผr sich und seine Projekte zu finden und um natรผrlich mit Freunden entsprechende Feierlichkeiten austragen zu kรถnnen, ist dieses Gemรคuer mehr als passend gewรคhlt. Mehrere Etagen, die einem teilweise einen kalten Schauer รผber den Rรผcken laufen lieรŸen, boten allerhand Anschauungsmaterial. Eine Hauseigene Bar mit allerhand Getrรคnken und den dazugehรถrigen, รคuรŸerst kompetenten Bedienungen durfte nicht fehlen. Mehrere Proberรคume, ein hauseigener Plattenladen und allerhand private Rรคumlichkeiten rundeten das Gesamtkonzept deutlich ab. Die Bรผhne ist ausreichend und bietet gut und gerne 50-60 Personen davor Platz. Der Klang war รผberraschend gut und die Beleuchtung wurde stimmig gewรคhlt.


Der Auftritt:

Zu spรคter Stunde gab es dann den vorab angekรผndigten und erstmalig รถffentlichen Auftritt der Formation „Syndrom Einsamkeit“.

Selbst beschreiben die zwei Protagonistenย  ihr Schaffen als „Primitiv Depressiv Black Metal From Germany/Saxonia“ Einen Liveauftritt mit nur zwei Mitgliedern รผberhaupt zu bewerkstelligen, bei dem eine Person maรŸgeblich alle Instrumente bedient, schien einem Drahtseilakt zu gleichen. „Wolfmond“ am Schlagwerk und „Letzte Stund“ als Stimme. Nun stellt man sich berechtigter Weise die Frage, wo nun eigentlich die dazugehรถrigen Gitarren zu finden sind? Ganz einfach, man lieรŸ die vorab eingespielten Riffs als Tondatei abspielen und begleitete lediglich mit dem Schlagzeug und dem entsprechendem Gesang. Skeptisch und kritisch wurde das von den anwesenden Gรคsten beรคugt, denn es bedarf natรผrlich eines erhรถhten und auรŸerordentlichen Verstรคndnisses fรผr Takt und Rhythmus.

Auch wir waren zu Beginn skeptisch ob das Vorhaben gekonnt umgesetzt werden wรผrde, um dann eines besseren belehrt zu werden. Nach einigen Minuten Spieldauer fiel es dem Zuschauer gar nicht mehr auf, dass im Prinzip ein Gitarrist fehlte. Weder musikalisch noch optisch blieben Wรผnsche offen. „Wolfmond“ der wie erwรคhnt das Schlagwerk ordentlich strapazierte, glรคnzte mit hervorragendem Taktgefรผhl. Fรผr uns war kein einziger Patzer zu hรถren, den es aber laut eigener Aussage an einer Stelle gegeben haben soll. Dieser wurde allem Anschein nach so perfekt retuschiert, dass er fรผr niemanden wirklich hรถrbar war.

„Letzte Stund“, die Stimme hinter „Syndrom Einsamkeit“ gab wรคhrend des gesamten Auftritts nicht nur im Gesang alles, sondern bot nebenher eine gut inszenierte Bรผhnenshow, die stellenweise sรคmtliche Gutmenschen in Wallung gebracht hรคtte. Bei einer Gesamtspieldauer von gut einer Stunde spรผrte man beinahe nichts. Zu keinem Zeitpunkt wurde der Auftritt langweilig oder verlor an Aussagekraft. Bis zuletzt blieb man gespannt, was einem als nรคchstes optisch und musikalisch um die Ohren gehauen werden sollte.

Titel wie, „Das Erwachen“, „Brennende Gotteshรคuser“, „Dรคmonen“ und „Zwischen den Welten“ boten dem geneigten Hรถrer ein breites Spektrum an Inhalten, welche mit harschen und schnellen Parts oder depressiven und schleppenden Melodien ausgezeichnet untermalt wurden.

Das Bรผhnenbild, ebenso die gewรคhlten Bรผhnenoutfits strotzten nur so vor Ideenreichtum und hier sah man, es wurde sich wirklich Mรผhe gegeben. So entstand ein absolut und durchweg stimmiges Bild zwischen Musik und optischer Darbietung.


Fazit:

Allem vorangegangenen Pessimismus zum Trotz, war dies ein einmaliges Erlebnis. Das Wiegenfest, die anwesenden Gรคste, die Bedienungen und zu guter Letzt die Gastgeber, kreierten einen unvergesslichen Abend der jedem Anwesenden noch einige Zeit im Gedรคchtnis bleiben dรผrfte!


Informationen zu Syndrom Einsamkeit:

Die Kappelle aus Sachsen verfรผgt รผber eine Facebookseite welche

H I E R (klicken) zu finden ist. Auf ihrer Facebookprรคsenzย  findet man allerhand musikalische Beitrรคge, Videos und Bilder sowie Infos rund um ihr Schaffen!

Bei Wolfmond Productionsย gibt es einiges an Tonmaterial zu erwerben. Schaut vorbei und wenn euch gefรคllt was geboten wird, dann unterstรผtzt die Herren!