Krematorium – Eine Albumanalyse!

Erst vor wenigen Tagen wurde die lang erwartete, neue Vollscheibe des Einmannprojektes „Krematorium“ aus Hessen, fΓΌr die Γ–ffentlichkeit frei gegeben. Auch wir haben uns direkt ein paar Exemplare sichern kΓΆnnen und mΓΆchten an dieser Stelle unseren Dank an „Blutstahl“ aussprechen! Unsere heutige Aufgabe wird es sein, dem Leser und zukΓΌnftigen HΓΆrerΒ  dieses Werkes, einen ersten Einblick und Eindruck zu vermitteln.

Das neue Machwerk „Unter Schwarzen Sonnen“ wird aktuell, von Sturmglanz vermarktet und wurde in verschiedenen Variationen produziert, zum Einen in der klassischen Jewelcase Version, als Tape und als Special Edition, welche mit einer schicken Holzbox und einem dazugehΓΆrigen AufnΓ€her bestΓΌckt wurde.

Eine schlicht, jedoch gut gestaltete CD, halten wir in unseren HΓ€nden, mit achtseitigem Booklet (Cover und RΓΌckseite inbegriffen). Sechs Titel wurden als gut lesbarer Text abgedruckt, mit entsprechendem und stimmig wirkendem Hintergrund. Die obligartorische Gruß und „Nichtgrußliste“ ist ebenfalls vorhanden und wird, mit einer mehr als deutlichen Aussage versehen, der wir ganz nebenbei, absolut zustimmen!

Musikalisch werden uns zehn Titel geboten. Auf die sonst ΓΌblichen Ein – und Ausklangtitel wurde verzichtet, so geht es also gleich in die Vollen und der HΓΆrer wird, mit dem Albumtitel, direkt ins Geschehen gezogen. Das Album verfolgt ein klar sichtbares und vor allem, hΓΆrbares Konzept, welches von Anfang bis Ende durchgezogen wird. Das eben erwΓ€hnte Konzept dieses Albums ist offensichtlich und fΓΌr Jedermann verstΓ€ndlich. Klassische Religionsverneinung und als Wurzel allen Übels definiert. Die Erschaffung eines persΓΆnlichen Lebenszieles, die Ablehnung des Schwachen und die damit verbundene Hoffnung, einer Wiederauferstehung alter Werte und Traditionen –Β  um nur einen Teil zu benennen. Sehr lobenswert ist, dass fast alle stimmlichen Einlagen gut verstΓ€ndlich sind, somit auch der ungeΓΌbte SchwarzmetallhΓΆrer auf seine Kosten kommt. Die Stimme von Blutstahl büßt hierbei jedoch keinerlei Kraft oder Energie ein, ganz im Gegenteil, die Verachtung und die Wucht hinter seinen Aussagen ist spΓΌrbar und kommt in keiner Weise zu kurz! Ebenfalls befindet sich ein Klassiker unter den TonstΓΌcken, ein Cover der Finnen von Satanic Warmaster.

Gerade bei Coversongs versuchtΒ  man heraus zu kristallisieren, welches StΓΌck nun gelungener erscheint oder ob das Original entsprechend gut wiedergegeben wurde. Nun, defintiv! Instrumental ist es beinahe identisch, mit etwas reinerem Klang, stimmlisch besser verstΓ€ndlich als das Original – ob das gut oder schlecht ist, sei den GeschmΓ€ckern ΓΌberlassen. Unser Urteil, verstecken muss sich Blutstahl definitiv nicht!

Ein hΓΆrbarer Einblick:

Inhaltlich sind die Lieder des gesamten Albums sehr harsch, ehrlich und fΓΌr die politisch Korrekten, sicherlich unvertretbar. Gerade dieser Punkt macht „Unter Schwarzen Sonnen“ so authentisch. Schwarzmetall in seinem rohen und radikalen Ursprung, wie er nicht anders klingen sollte! Fast das gesamte Werk wird im Midtempo – Bereich gehalten, was die enorme Kraft zusΓ€tzlich unterstreicht. Das Schlagwerk kommt mΓ€chtig und die Riffs sind ΓΌberaus abwechslungsreich, kein Titel gleicht dem Anderen. Selbst Liebhaber der melodischen Elemente kommen hierbei vΓΆllig auf ihre Kosten, dies fΓΌgt sich jedoch nahtlos in das Gesamtprodukt ein und lΓ€sst keinerlei SchwΓ€che oder Abmilderung zu. Man spΓΌrt das musikalische Talent, die Liebe zum Detail und zu guter Letzt, geht so mancher Text direkt ins LangzeitgedΓ€chtnis ΓΌber und prΓ€gt sich umgehend ein.

Krematorium ist gereift, wie guter Wein oder schottischer Whiskey. Die jahrelange Erfahrung Blutstahls ist unverkennbar und hat hier, unserer Ansicht nach, ein neues Maß erreicht. Da wir es ablehnen, stumpf irgendwelche Schulnoten oder Punkte zu vergeben, sprechen wir schlicht und ergreifend unsere absolute Empfehlung aus! Wir haben unsere Erwartungen hoch angesetzt und wurden in keiner Weise enttÀuscht!

 

Fazit: Ein Muss für jeden, der ehrlichen und kompromisslosen Schwarzmetall zu schÀtzen weiß!

Ein absolutes Nein, fΓΌr vewirrte DirnensprΓΆsslinge oder Personen die Black Metal neuerdings als Hort fΓΌr Toleranz und MitgefΓΌhl missbrauchen wollen!

 

ErhΓ€ltlich ist das gute StΓΌck hier: