Hohe Maien, oder wie es die Christen nennen „Pfingsten“ !

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Mit dem Pfingstfest, welches besonders in lรคndlichen Regionen, durch allerlei Brauchtum zelebriert wird, haben wir zum ersten Mal einen rein christlichen Feiertag-mรถchte man meinen.

 

 

 

In vielen Regionen existieren Pfingstbrรคuche, die dem Maibrauchtum รคhneln oder Elemente eines Hirtenfestes zum Weideauftrieb des Viehs enthalten. Dazu gehรถren das Pfingstbaumpflanzen in der Lรผneburger Heide, in Oelde der Pfingstenkranz, in Mecklenburg das Schmรผcken des Pfingstochsen, in Frankfurt am Main der Wรคldchestag, in Halle (Saale) der Knoblauchsmittwoch, die GeiรŸbockversteigerung in Deidesheim oder die Pfingstkirmes in Menden. Mancherorts wird das โ€žBirkensteckenโ€œ praktiziert, wo sich in der Pfingstnacht Junggesellen aufmachen, um ihrer Liebsten eine Birke an die Hauswand zu stellen.
Im Bergischen Land pflegt man das Pfingstsingen. Junge Mรคnner oder Mรคnnergesangvereine ziehen von Haus zu Haus und entbieten den PfingstgruรŸ. Dafรผr sammeln sie Eier, Speck und sonstige Gaben, aber auch Geld. Ein รคhnlicher Heischebrauch zu Pfingsten ist das Wasservogelsingen im unteren Bayerischen Wald. In der Pfalz ziehen in einigen Orten Kinder als โ€žPfingstquackโ€œ mit geschmรผckten Handwagen durchs Dorf und bekommen fรผr ihr Stรคndchen ebenfalls Eier, Speck oder Geld. Die Bezeichnung โ€žQuackโ€œ wird auf das lateinische quinquaginta ‚fรผnfzig‘ zurรผckgefรผhrt.In der Jugendarbeit sind traditionell Pfingstzeltlager sehr beliebt.

Zuerst einmal die Bedeutung im Neut-testamentarischen Sinne:
Das Wort Pfingsten entstammt dem griechischen und bedeutet Sinngemรคss, der 50. Tag. Gefeiert wird der 50. Tag nach Ostern, also 50 Tage nachdem der „Heiland“ der biblischen รœberlieferung nach, wieder von den Toten auferstanden sein soll.
รœber seine Jรผnger soll dann, an diesem Tag, der „heilige Geist“ ausgegossen worden sein, was diesen Tag fรผr die Katholische Kirche zu einem sogenannten Mysterium macht. Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Grรผndung der Kirche verstanden. Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals im Jahr 130 erwรคhnt.
Kommen wir nun zum eigentlichen Ursprung dieses angeblich christlichen Festtages:
Das christliche Pfingstereignis fand nach der Apostelgeschichte am jรผdischen Fest Schawuot statt. Dieses Fest feiert die Offenbarung der Tora an das Volk Israel und gehรถrt zu den Hauptfesten des Judentums. Schawuot bedeutet Wochen und weist mit diesem Namen auf die mit dem fรผnfzigsten Tag vollendeten sieben Wochen nach dem Pessachfest hin. Bereits aus dieser Tradition stammt der griechische Name pentekostฤ“, aus dem, wie bereits erwรคhnt der deutsche Begriff โ€žPfingstenโ€œ hervorgegangen ist. Schawuot ist gleichzeitig ein Erntedankfest, da es den Abschluss der mit Pessach beginnenden Weizenernte markiert.
Nun haben wir ja bekanntlich, unsere eigenen, gewachsenen und in unserer Art und Kultur fest verankerten Erntedankbrรคuche, kรถnnen also herzlich auf Anleihen aus Fremdkulturen verzichten. Mag der christliche Glaube und sein auf Fremdem beruhender Ritus auch noch so sehr in unserem Brauchtum angekommen sein, wir feiern nicht was unserer Natur nicht entspricht. Wir besinnen uns wieder auf alte Pfade, gerade im Geist, stark in der Hand!
Aber wir danken natรผrlich recht herzlich fรผr die freie Zeit, die wir so nun sicherlich besser nutzen kรถnnen, als das Bruttosozialprodukt unserer schรถnen BRD zu steigern. Das macht diesen Tag, fast doch schon wieder zum Feiertag!
In diesem Sinne wรผnschen wir allen Brรผdern im Geiste, schรถne freie Tage!!!

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